Cover: LEGO DimensionsDIMENSIONEN
Drei sehr große Namen, nämlich TT Games, LEGO und Warner Bros. taten sich zusammen, um gemeinsam an etwas ganz besonderem zu wirken. Obwohl... streng genommen sind es nicht bloß DREI große Namen, es sind eigentlich viel, viel mehr! Es gesellen sich nämlich noch viele Franchises dazu, wie Zurück in die Zukunft, Jurassic World, DC Comics, Die Simpsons, Ghostbusters, Portal oder Der Herr der Ringe - um nur einige wenige zu nennen! Und alles das zusammen nennt sich LEGO Dimensions.

Der Hintergrund für die Vermischung aller Franchises ist, dass jemand, der Lord Vortech genannt wird, die Dimensionen durcheinander bringt, und wie das so ist, müssen Wyldstyle, Gandalf und Batman - mit seinem Batmobil! - das alles wieder ins Lot und diesen Jemand sowie all seine Helfer zur Strecke bringen. Während des gesamten Abenteuers wird nun eine beinahe schon unglaublich kreative Geschichte erzählt, die auf permanent witzige Weise verständlich macht, wie und warum genau alle Dimensionen so merkwürdig miteinander verquickt wurden.

Jedoch würde man sich mehr als nur arg täuschen, wenn man denkt, dass man nur mit Wyldstyle, Gandalf und Batman spielen kann, denn von jedem in LEGO Dimensions integriertem Franchise gibt es immer mindestens einen Charakter, häufig aber auch 2 oder mehr, der zum Meistern der insgesamt 18 Missionen des Basis-Abenteuers beitragen kann. Möglich wird das, indem die entsprechenden Erweiterungs-Packs gekauft werden, zu denen ich später noch Genaueres erklären werden. Nun reisen wir also von Dimension zu Dimension, um die Schlüsselsteine zu erlangen, und dabei gegen allerlei Widersacher und Widrigkeiten antreten müssen, die natürlich aus den jeweiligen Franchises bekannt sind, wie der Joker oder Lord Business.
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Es wurde sich übrigens eine enorme Mühe damit gegeben, dass alle die Lizenzen der Franchises nicht einfach nur zur Makulatur verkommen. Denn für JEDES Franchise in LEGO Dimensions gibt es eine frei erkundbare Dimension; und immer auch Level, die im Basis-Abenteuer bereist werden müssen. Zu unterscheiden ist dabei jedoch, dass für das Basis-Abenteuer keinerlei Erweiterungs-Packs notwendig sind, um es von vorne bis hinten durchspielen können. Sieht man einmal ab von vielen, vielen Hindernissen, die sich nur dann nehmen lassen, wenn man einen Charakter hat, der von einem bestimmten Typ ist: Laser abschießen können (wie Superman oder Lord Business), sich durch winzige Öffnungen zwängen können (wie Gollum oder Bart Simpson) und so weiter und so fort... Kurz, ohne Erweiterungs-Packs, die die jeweiligen Charakter-Typen enthalten, geht es nicht. Sie sind, wie erwähnt, nicht notwendig, um das Basis-Abenteuer erleben zu können, aber notwendig, wenn man wirklich ALLES in LEGO Dimensions erkunden können will.
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Nun könnte man sich sagen: "Was soll's, dann verzichte ich halt auf die paar Geheimnisse und kaufe keine Erweiterungs-Packs dazu, mir langt das Basis-Abenteuer!". Doch dabei übersieht man, dass man ja dann auch auf das vollständige Erkunden der zugehörigen Dimensionen verzichtet. Denn ausschließlich die Dimensionen von The LEGO Movie, DC Comics und Der Herr der Ringe sind direkt in LEGO Dimensions integriert - für alle anderen Dimensionen sind die Erweiterungs-Packs der jeweiligen Franchises notwendig. Wer sich also im Springfield der Simpsons aufhalten können will, braucht beispielsweise Homer Simpson. Ansonsten kann man Springfield nur innerhalb der Abenteuer-Missionen betreten und sich auch nur innerhalb des recht engen Rahmen des Abenteuer-Modus bewegen, das heißt, frei herumlaufen/-fahren kann man so dann nicht.
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Und dies gilt für alle Dimensionen. Ohne beispielsweise Marty McFly kein also Zurück in die Zukunft, et cetera..., sondern allein die Abschnitte, die im Basis-Abenteuer vorkommen. Und so würde man dann eine Menge verpassen, denn es gilt im gesamten "LEGO Dimensions"-Universum unzählige Aufgaben zu erledigen, für die es insgesamt 480 goldene Steine, Dutzende Minikits und was nicht noch alles gibt.
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Wie bei allen vorherigen LEGO-Videospielen auch, ist LEGO Dimensions so gegliedert, dass man das Basis-Abenteuer zwischen den Missionen auf Wunsch verlassen kann, um sich in Ruhe umzugucken, oder man kann jede Mission immer wieder und wieder spielen, um bislang übersehene Dinge zu finden. Ferner kann man beliebig zwischen allen Dimensionen wechseln. Wenn man gerade keine Lust mehr auf Mittelerde hat, geht man eben nach Springfield oder nach Steinstadt oder so - unter der Voraussetzung, dass man das zugehörige Erweiterungs-Pack besitzt. Doch in welcher Reihenfolge was erledigt wird, ist mit Ausnahme der linear zu spielenden Missionen im Basis-Abenteuer, vollkommen frei entscheidbar.
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Aber selbst innerhalb zugänglicher Dimensionen sieht man häufig mal einen Weg, der sich nicht öffnen lässt, weil man einen speziellen Charakter-Typ aus diesem oder jenem Pack nicht hat; stattdessen erhält man den Hinweis, dass man nur mit einem Charakter, der die Fähigkeit Soundso besitzt (wie etwa Laserstrahlen schießen oder sich durch einen Spalt zwängen), diesen geheimen Pfad öffnen kann. Oder anders formuliert: Selbst, wenn ich via Homer Simpson in Springfield tätig werden kann, werde ich beispielsweise noch andere Packs benötigen, wenn ich in Springfield wirklich ALLES sehen können will. Wenigstens aber gibt LEGO Dimensions bei sowas immer einen Hinweis aus und auf Wunsch sogar eine Liste, welches Pack man hierfür benötigt, sodass man nicht blind irgendwas kaufen und dann befürchten muss, dass man nicht das gekauft hat, was man braucht.
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TOY PAD
Wobei aber zu sagen ist, dass LEGO Dimensions die Inhalte selbst eigentlich allesamt bereits mitbringt - sie werden schlicht aktiviert, wenn man einen bestimmten Sockel auf das Toy Pad stellt. Denn stellt man einen Sockel auf das Toy Pad, dauert es bloß einen winzigen Augenblick und der zugehörige Spielinhalt ist umgehend freigeschaltet, ohne, dass noch irgendetwas aus dem Internet nachgeladen, installiert oder konfiguriert werden würde. Übrigens langt es nicht, einen Sockel einmal auf das Toy Pad zu stellen, damit dessen Konterfei dauerhaft verfügbar bleibt, sondern absolut alles ist nur zugänglich, solange es auf dem Toy Pad steht.
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Moment mal! Toy Pad? Was ist das denn nun schon wieder!? Das Toy Pad ist der zentrale Punkt in LEGO Dimensions und stellt das Dimensions-Tor dar. Und ohne es startet LEGO Dimensions gar nicht erst, sondern wartet, bis das Toy Pad in einen der USB-Ports gesteckt wurde. Streng genommen ist das Toy Pad nichts anderes als das, was man von Skylanders, Disney Infinity und den amiibos kennt: Man stellt eine Figur, die einen Chip in ihrem Sockel beinhaltet, auf das Toy Pad und die Figur erscheint nun im Spiel oder sie aktiviert irgendeinen Mechanismus im Spielverlauf.
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Der Clou bei LEGO Dimensions aber ist, dass man sich seine Figur selbst zusmamenbauen darf/muss. Der Chip ist stets in einen aquamarinfarbenen Sockel eingefasst und auf diesem Sockel wird entweder eine LEGO-Figur (also Gandalf, Batman, etc.) gesteckt oder irgendein Goodie (Batmobil, Homers Fernseher...) draufgebaut. Für jede Figur und für jedes Goodie gibt es übrigens je einen eigenen Sockel, sodass nicht ein einziger Sockel immer wieder mit etwas anderem bestückt werden muss.
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Das Draufbauen von etwas auf einen Sockel ist allerdings eher kosmetischer Natur - LEGO Dimensions aktzeptiert die Sockel auch, wenn man sie vollkommen nackt auf das Toy Pad stellt. Wer also, warum auch immer, die Figuren, Fahrzeuge und anderen Dinge nicht zusammenbauen mag, muss das nicht zwangsweise tun - die blanken Sockel genügen. Das Toy Pad seinerseits kann - muss aber nicht! - ebenfalls ordentlich zusammengebaut werden, da es ja das Dimensions-Portal repräsentiert.
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Wo bei den Figuren die Sache allerdings damit erledigt ist, sie gegebenenfalls zusammenzubauen und auf den Sockel zu stellen, ist dies bei den Goodies etwas anders, da für diese im Spielverlauf Upgrades gekauft werden können; wie zum Beispiel beim Batmobil, das dann nicht nur seine Form völlig verändert, sondern auch noch schneller fahren oder zusätzliche Waffen und Extras spendiert bekommen kann. Diese Upgrades werden mit forschreitender Spieldauer auch notwendig sein, denn mehr und mehr stößt man auf Gegenden oder Barrieren, die nur dann beseitigt werden können, wenn durch Upgrade X die dazu nötige Fähigkeit vorhanden ist. Wem dann ein gewisses Upgrade fehlt, kehrt zurück zum Dimensions-Portal und wählt dort dann das gewünschte Upgrade aus. Leider nur ist jedes Upgrade durch Studs zu bezahlen. Studs findet man wortwörtlich überall in LEGO Dimensions, und das ist gut so, denn die Upgrade, aber auch viele andere Dinge, verschlingen zusammengerechnet Unsummen von Studs, weshalb man diese immer sehr fleissig sammeln sollte.
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Woher man überhaupt Toy Pad, Figuren, LEGO-Steine und Sockel nehmen soll? Ganz einfach, die liegen LEGO Dimensions direkt bei! LEGO Dimensions kommt in einem recht großen Karton, der neben dem Spiele-Datenträger und dem Toy Pad auch alle notwendigen Sockel und LEGO-Bausteine beinhaltet; zumindest für das Basis-Spiel. Denn, wie ja eingangs erwähnt, der Grundstock besteht "nur" aus Wyldstyle, Gandalf, Batman, dem Batmobil, sowie dem Dimensions-Portal. Wer weitere Figuren, Fahrzeuge und Co. in LEGO Dimensions nutzen können will, muss sich die entsprechenden Erweiterungs-Packs dazukaufen, wo dann ihrerseits alle jeweils zugehörigen Figuren, LEGO-Steine und Sockel enthalten sind.
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RÄTSEL
Aber weiter mit dem eigentlichen Spiel. Denn das Toy Pad ist auch für das Lösen von Rätseln absolut notwendig. So genügt es nicht, Charakter X auf das Toy Pad zu stellen, damit dieser im Spiel spielbar wird, nein, man muss auch alle Charaktere, die man momentan im Spiel hat, mal so und mal so auf dem Toy Pad verteilen, um einen bestimmten Mechanismus in Gang zu setzen, um etwa einen Boss-Kampf gewinnen zu können.
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Sehr häufig wird man nämlich Momente erleben, in denen das Toy Pad unten rechts auf dem Bildschirm dargestellt wird, und einer seiner drei Bereiche leuchtet in einer bestimmten Farbe (blau, gelb, rot, weiss, violett...), was bedeutet, dass der Sockel von Charakter X in den entsprechenden Bereicht des Toy Pads umgestellt werden muss. Oder es kann auch passieren, dass man etwa Wyldstyle erst in Bereich 1 stellen soll, dann in Bereich 2, und zu guter Letzt nochmal in Bereich 3, damit Wyldstyle einen Superbau vornehmen kann.
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Andererseits leuchtet das Toy Pad bisweilen in diversen Farben, sodass man weiss, hier ist jetzt ein Rätsel zu lösen. Doch welcher Charakter am besten in welchen Bereich gestellt werden muss, oder was überhaupt zu tun ist, ist nicht immer unbedingt verständlich... ...sodass man in so einem Fall schlicht und ergreifend Trial und Error betreiben muss. Das kann durchaus ziemlich nerven und schon mal ein paar Minuten in Anspruch nehmen, bis man es irgendwie hingefummelt hat. Gerade dann, wenn man das Toy Pad nicht bequem neben oder vor sich aufbauen kann - nebst mehreren Sockeln. Denn es vergehen selten mehr als 3 Minuten, bis man nicht wenigstens einen der Sockel auf dem Toy Pad platzieren oder anders stellen muss. Es geht mir hier auch noch nicht einmal so sehr um den Aufwand, eine Figur bewegen zu müssen, sondern es sind bisweilen mehrere Figuren, die man immer auch in Reichweite stehen haben muss, und die allesamt permanent umzustellen, das ist nicht nur unnötig umständlich, sondern bisweilen etwas verwirrend hierbei den Überblick zu behalten, in welcher Konstellation man es bereits ausprobiert hatte... ...aber vor allem hält es auf!
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Wo früher also kleine Schalter und Hebel in den LEGO-Spielen waren, zu denen man hinging und durch die A-Taste einen Schalter umlegte oder ein Knöpfchen drückte, muss man jetzt mit den Sockeln auf dem Toy Pad hantieren. Das funktionert rein technisch einwandfrei und das Spiel erkennt einen neuen oder gewechselten Sockel blitzschnell. Aber es hemmt den Spielfluss - und ich habe mir desöfteren gewünscht, wie früher einfach zu einem Podest gehen zu können, statt wiederholt die Hände vom GamePad nehmen und mich mit dem Toy Pad befassen zu müssen, weil es in irgendwelchen Farben blinkt, ich deshalb abermals die Sockel darauf umplatzieren soll, und, wie bereits erwähnt, ich manchmal nicht einmal verstehe, welcher Sockel jetzt auf welchen Bereich des Toy Pads soll, sodass ich die Sockel auch noch in verschiedenen Konstellationen mal so und mal so stellen muss, bis das Spiel endlich bekommen hat, was es wollte und mich dann endlich weiterspielen lässt. Hier finde ich, hätte man das Toy Pad entweder verständlicher oder die Rätsel flexibler in das Gameplay integrieren müssen. Denn vor allem in actionreichen Momenten, wo man vielleicht dem Boss in einem hitzigen Kampf dauernd ausweichen und zugleich irgendwie aber auch angreifen muss, stört es gewaltig, mit den Sockeln herumzuwursteln zu müssen, statt sich schlicht auf die Action konzentrieren zu können. Es nimmt die Fahrt aus dem Geschehen.
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TECHNIK
Die Settings der jeweiligen Franchises werden hervorragend wiedergegeben. Zum Einen durch die wirklich grandiose Synchronarbeit der bereits aus den Serien und Filmen bekannten (deutschen) Sprecher/innen, aber zum Anderen auch durch das grafische Ambiente. Mittelerde, Springfield und Co. sehen genauso aus, wie man sie kennt. Man kann zudem weit in die Ferne blicken, erkennt viele Details, und statt einfach alle Dimensionen im selben Look & Feel zu gestalten, schaut Mittelerde eher realistisch aus, während beispielsweise Springfield natürlich sehr cartoonig daherkommt.
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Die 18 Missionen im Basis-Abenteuer von LEGO Dimensions sind, so unterhaltsam und witzig sie gemacht sind, mir allerdings viel zu linear. Jede einzelne dieser Missionen besteht aus dem direkten Laufen von Punkt A zu Punkt B zu Punkt C, und am Missions-Ende innerhalb einer Dimension gibt es immer auch noch einen Boss-Kampf. Doch es gibt kaum Möglichkeiten, sich genauer umzugucken, und auch mal abseits von diesem oder jenem etwas zu entdecken - es sei denn man besitzt bereits ein Erweiterungs-Pack mit Charakter Soundso. Aber unabhängig davon bleibt mit dem Basis-Spiel von LEGO Dimensions eben wirklich nur das reine Basis-Abenteuer übrig, bei dem man Schritt für Schritt die linearen Missionen abarbeitet.
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Insgesamt ist der Spielumfang wahrhaft gigantisch - insgesamt, wohlgemerkt! Denn zwar bietet das reine Basis-Spiel - also Basis-Abenteuer und die drei enthaltenen Dimensionen LEGO Movie, DC Comics und Der Herr der Ringe - bereits eiiiiiiiniges an Spielzeit. Doch wer auch nur grob die Hälfte des Gesamtpotenzials ausschöpfen möchte, muss tiiiiief in die Tasche greifen und sich wenigstens 2-3 Packs extra besorgen, damit ein brauchbarer Querschnitt diverser Charakter-Fähigkeiten und Dimensionen gegeben ist. Somit ist es schwierig, den 100% kompletten Spielumfang von LEGO Dimensions anzugeben, denn dieser ist mitsamt Basis-Abenteuer und 14 frei erkundbaren Dimensionen über die Maßen großzügig. Ferner haben die Entwickler bereits angekündigt, dass bis allermindestens 2018 weitere Add-Ons für LEGO Dimensions erscheinen werden, weshalb nochmal von zusätzlichen Dimensionen, Charakteren und und und auszugehen ist.... Kurz, LEGO Dimensions kann je nach Geldbeutel zwischen einigen Dutzend bis hin zu einigen Hundert Spielstunden bieten.
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Das Gameplay selbst orientiert sich voll und ganz an den vorherigen LEGO-Videospielen. Wer jemals ein solches spielte, wird sich in LEGO Dimensions sofort auskennen, weil absolut alles gleichgeblieben ist. Wenn man davon absieht, dass man Charaktere nicht mehr irgendwo im Spiel findet und ab dann permanenten Zugriff darauf hat, sondern man kann nur mit denjenigen Charakteren spielen, deren Sockel gerade auf dem Toy Pad stehen. Immerhin können dies jedoch bis zu 7 Sockel sein, sodass man nicht allzu oft die Sockel austauschen muss, wenn man sich die Charaktere so auf dem Toy Pad zusammenstellt, dass dabei ein sinnvoller Querschnitt der am häufigsten gebrauchten Fähigkeiten entsteht. Dann, wie man es bereits kennt, einfach mittels X-Taste zwischen den Charakteren auf dem Toy Pad wechseln, je nachdem, was gerade im Spiel getan werden soll. Trotzdem wird man um diverse Sockel-Fummeleien auf dem Toy Pad nicht herumkommen - gerade beim Lösen von den zuvor angesprochenen Farbrätseln.
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Ansonsten werden natürlich Unmengen an LEGO-Gebilden zerstört, damit aus deren einzelnen Steinen neue Gebilde entstehen können, die bestimmte Dinge auslösen. Das können Energiezellen sein, Trampoline, Podeste, Schalttafeln und und und... Die bereits erwähnten Studs dienen übrigens nicht nur Fahrzeug-Upgrades, sondern auch sogenannten Superbauten, um beispielsweise die Umgebung aufzuhübschen, sodass man unter anderem den schönen Baum im Hofe von Minas Tirith an seinen rechtmäßigen Platze bringt. Außerdem gibt es wie immer auch jede Menge Rätsel der Sorte "Mache Gebilde X kaputt, damit du aus dessen LEGO-Steinen das neue Gebilde Y zusammenbauen kannst, um voranzukommen!" Wie also erwähnt: Wer schon bereits irgendein LEGO-Videospiel gespielt hat, weiss, was in LEGO Dimensions zu tun ist.
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Darüber hinaus ist ebenso ein 2-Spieler-Modus integriert. Sowohl das gesamte Basis-Abenteuer, wie auch alle Dimensionen für sich, können zu zweit gespielt werden. Spieler/in 1 spielt dabei immer mit dem GamePad, Spieler/in 2 entweder mit dem Wii U Pro Controller, oder via Wiimote und Nunchuk. Beide Spieler/innen arbeiten Hand in Hand, ergänzen sind also, und können aus dem Pool der verfügbaren (auf dem Toy Pad) wählen und so ihren jeweiligen Liebling steuern oder einfach den Charakter, der für die zu lösenden Aufgabe benötigt wird. Dass zu zweit gespielt wird, ist allerdings nicht Vorausetzung, denn wenn man ganz allein spielt, kann man genauso gut zurechtkommen und jedes Problem überwinden - es macht zu zweit halt nur ein wenig mehr Spaß.
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FAZIT
Wer seinen Kids bei nächster Gelegenheit - ob Geburtstag, Kommunion, Weihnachten, Ostern, oder was auch sonst - eine Freunde machen will, sollte zu LEGO Dimensions greifen! Bereits das bloße Basis-Spiel LEGO Dimensions ist ein großer Spaß mit vielen Stunden Spielzeit.
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Um allerdings innerhalb von LEGO Dimensions einen zumindest greifbaren Teil aller vorhandenen Aufgaben lösen und Geheimnisse erforschen zu können, braucht es wenigstens 2-3 Erweiterungs-Packs. Auf diese Packs kann man selbstverständlich verzichten, wenn man möchte, aber dann bekommt man sehr oft den Hinweis, dass man nur mit diesem oder jenem Charakter-Typ an dieser Stelle passieren darf - was irgendwie schon etwas nervt. Nicht zu vergessen, dass das Lösen von Rätseln und das Aktivieren von Schaltern häufig über das Herumstellen der Charakter-Sockel auf dem Toy Pad geschieht - wenn dies mit einem Patch in den Optionen auf "Rätsel wie früher lösen können" umgestellt werden kann, wäre ich TT Games sehr dankbar! ;)
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Das soll natürlich nichts an der Grandiosität von LEGO Dimensions mindern, denn TT Games hat hier eine Glanzleistung abgelegt. Es ist nur so, dass LEGO Dimensions sich, wenngleich verschmerzbare, Schwächen leistet, auf die ich nun einmal hinweisen muss! :)
Jörg Singleplayer: 88%
Multiplayer: 89%


Verfasst von Jörg am 04.10.2015,
bemustert durch Warner Bros. Interactive Entertainment
für bis zu 2 Person/en
Release am 01.10.2015


Für diesen Titel sind mehrere Erweiterungs-Packs zwischen je 10-30€ kaufbar, die zusätzliche Charaktere, Fahrzeuge, Level und Dimensionen freischalten