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Fritz & Fertig: Schach lernen und trainieren

Nintendo DS

Fritz & Fertig: Schach lernen und trainieren, Covermotiv/Artwork
Freigegeben ohne Altersbeschränkung gemäß § 14 JuSchG Single-Card-Play
Releasedate: 10.10.2008, Preis: ca. 35-40€, 1-2 Spieler/innen
DER ANFANG - "SPIEL STARTEN"
Legt Ihr das Modul ein, wählt Ihr zunächst die gewünschte Sprache aus (Deutsch, Englisch, Spanisch, Französisch und Italienisch), die im Spiel verwendet werden soll. Nun legt Ihr noch fest, welcher der insgesamt drei Spielstände der Eure sein soll, und dürft nun den Spielemodus bestimmen. Wählt Ihr "Spiel starten" macht Ihr dort weiter, wo Ihr zuletzt abgehört habt, bzw., wenn es ein gerade neu angelegter Spielstand ist, erhaltet Ihr eine Einführung über die Geschichte des Spielhintergrundes und erfahrt alles Wissenswerte über König Weiß und König Schwarz.
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König Weiß und seine Frau fliegen in den Urlaub und Prinz Fritz soll solange das Reich regieren. Natürlich nutzt König Schwarz die Situation aus und fordert den Filius zu einem Schachduell heraus... Und damit Fritz später als Sieger aus diesem Schachduell hervorgeht, müsst Ihr mit ihm trainieren: Ihr lehrt ihn mit Stylus und Touchscreen die Schachregeln und bringt seinen Geist auf Trab.
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"UNTERWEGS MIT KÖNIG BUNT"
In diesem Spielmodus, "Unterwegs mit König Bunt", zeigt Euch König Bunt das Königreich. Auf der kleinen Rundreise erfahrt Ihr von den verschiedenen Stationen, an denen Ihr Euer Hirnschmalz massieren könnt. Denn hinter jeder Station verbrigt sich im Grunde je ein Minispiel. Interessanter Weise ist aber jedes Minispiel so ausgelegt, dass es immer mit dem Schachspielen in Verbindung zu bringen ist.
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Beim "Kloschüssel-Zerdeppern" etwa bewegt Ihr einen Block über ein Schachbrett. Über das Schachbrett gleitet ständig eine Kugel hin und her, aber immer nur diagonal - wie die Läufer beim Schach! Gelangt die Kugel an eine Ecke, prallt sie daran ab und ändert ihren Kurs. Mit Eurem Block müsst Ihr also die Kugel immer so abprallen lassen, dass sie die immer zufällig auftauchenden Kloschüsseln dabei aus dem Weg räumt. Insgesamt 60 Sekunden habt Ihr dafür Zeit; und je mehr Kloschüsseln Ihr erwischt, desto besser Eure Punktzahl, die dann in einer Highscoreliste verewigt werden kann.
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Mit "Zitterlind McSparpfennig" ist es Eure Aufgabe, Frau McSparpfennigs Erspartes einzusammeln. Witzig ist hierbei, dass das Spiel eine sehr, sehr große Ähnlichkeit mit Pac Man besitzt. Zitterlind McSparpfennig kann immer nur nach oben, unten, links oder rechts laufen - wie der Turm beim Schach. Während sie durch das kleine Labyrinth läuft, um fleissig Münzen zu sammeln, verfolgen Euch kleine Comic-Spinnen. Wenn sie Euch erwischen, verliert Ihr einen Eurer insgesamt drei Versuche. Habt Ihr es geschafft, alle Münzen in einem Labyrinth aufzusammeln, gelangt Ihr in das nächste. Hier sind die Münzen mehr wert und oft warten auch noch mehr Comic-Spinnen auf Euch; auch die Spielgeschwindigkeit variiert. Macht echt Spaß!
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Ausserdem gibt es noch "Sumo-Ringen" (König), das "Blumenspiel" (Dame), den "Pferdeparcours" (Springer) und die "Bärenthaler Bauernkloppe" (Bauern). Ganz nette Spielchen, die aber nicht lange Spaß machen, wenn man sie einmal erfolgreich absolviert hat. Nur der Pac-Man-Klon und das Kloschüssel-Zerdeppern machen immer wieder richtig Laune und - schwupps - ist eine weitere Stunde vergangen... ;)
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"MUCKIBUDE"
In der Muckibude wird das Gehirn für Schach geschult. Typische Schach-Situationen werden konstruiert und Ihr müsst z.B. den gegnerischen König mit nur einem einzigen Zug ins Matt setzen. Ihr lernt anhand vieler Beispiele, welche Regeln gelten, wie man diese zum eigenen Vorteil nutzen kann und auch, wie man in einer praktisch ausweglosen Situation ein Remis (Unentschieden) erzwingen kann, wenn man wachsam genug ist.
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Doch nicht nur Zugregeln und strategisches Wissen werden vermittelt, sondern auch ganz simple Grundkenntnisse. Wie baut man ein Schachbrett auf? Wo genau stellt man die Dame hin - auf das weisse oder das schwarze Feld!? Achsooo, einfach auf das "D" wie "Dame". Wann darf ein Bauer 2 Felder ziehen, auf welche Arten können Bauern andere Figuren angreifen? Alles das und noch mehr wird sehr verständlich und mit einigen Eselsbrücken erläutert.
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Aus Sicht von Schachspielern und -spielerinnen ist die Muckibude ganz große Klasse - verständlicher und auf genau richtigem Niveau fordernder kann man es wohl kaum umsetzen, schätze ich mal. Wenn ich nicht schon halbwegs gut im Schach wäre, hätte ich es spätestens jetzt sehr gut verstanden, da bin ich mir sicher.
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"SCHACHSPIEL"
In diesem Modus spielt Ihr auf ganz klassische Art und Weise Schach! Nach den offiziellen Reglementierungen: keine Tricks, keine Hintertürchen, keine Kompromisse - hier wird richtiges Schach gespielt - gegen die CPU. Deren Spielstärke könnt Ihr aus 10 Stufen zu jeder Zeit bestimmen, also auch mitten in der laufenden Partie.
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Da die CPU aber schon auf Stufe 4 recht stark spielt und sie bereits hier nur relativ selten mal Eure Fehler übersieht, oder selbst welche macht, gesteht man Euch zu, schliesslich sollt Ihr lernen und verstehen, dass Ihr Euren letzten Zug rückgängig machen könnt, bzw. Euch den Tipp geben lassen dürft, welcher Zug als nächster sinnvoll wäre. Sehr gut gefällt mir hier, dass diese Optionen lediglich dezent angeboten werden, aber nicht verwendet werden müssen, wenn man das nicht möchte.
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"DRAHTLOS SPIELEN"
Was wäre ein Schachspiel, wenn man damit nicht auch tatsächlich Schach gegen menschliche Gegner/innen spielen könnte? Eben! Nichts wert! :) Und weil man das natürlich weiss, gibt es auch einen waschechten Zwei-Spieler-Schachmodus. Alles, was dazu benötigt wird, ist ein weiteres Nintendo-DS-Gerät, denn ein(!) Modul reicht aus für beide(!) DS-Handhelds.
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Auch, wenn die Single-Card-Funktion natürlich sehr löblich ist, wäre es dennoch schön gewesen, wenn man auch abwechselnd an einem einzigen Gerät hätte spielen können, indem man das Gerät jeweils weiterreichen kann.
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LAUFEN IST DOOF!
Bemängeln muss ich leider nur die elende Lauferei von einem Bild ins andere, wenn man sich zu Beginn die Einleitung des Spiels einverleibt. Die Textboxen lassen sich zwar immer schnell wegdrücken, aber Fritz, Bianca und König Bunt laufen immer schön laaangsam aus dem einen Bild heraus und in das nächste hinein - das kann schon mal 5-10 Sekunden dauern. Nüchtern betrachtet ist das natürlich kaum der Rede wert, doch wenn man durch 6-7 Bilder gelaufen ist, sieht man die Sache anders; besonders, wenn man zur Muckibude will... Dass die leidige Warterei übersprungen werden kann, wenn man z.B. die A-Taste drückt, wäre doch wirklich machbar gewesen, hm!? Im übrigen hätte man hier im Hauptmenü alle nötigen Menüpunkte direkt und ohne große Sucherei oder Untermenüs unterbringen können.
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Gut, dass es das kleine Kronensymbol unten rechts in der Ecke gibt, damit geht es etwas schneller, weil man direkt den Modus auswählen kann. Hat man also die Einleitung gesehen, sollte man danach von der Krone ausgiebigen Gebrauch machen, wenn man nicht ewig warten müssen will, um z.B. ein anderes der Minispiele ("Kloschüssel-Zerdeppern", etc.) spielen zu können! ;)
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WAS FÜR KINDER GUT IST...
Wie schon an der Verpackung und auch an den Screenshots zu diesem Testbericht zu sehen ist, zielt das Spiel ganz klar auf Kinder ab. Das ist einerseits korrekt, denn als Eltern oder Großeltern hat man hier eine tolle Möglichkeit, ein sehr unterhaltsames und lehrreiches "Videospiel" für die Kids zu kaufen - wer spielt heute noch mit Bauklötzen!? ;)
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Doch auch für so manche Erwachsene ist diese Software sicherlich ganz gut geeignet. Zwar ist das Drumherum kindgerecht gestaltet, aber dafür auch nicht so bieder gehalten, wie viele andere Schachprogramme für Computer und Konsolen. Hier wirkt das alles viel weniger trocken und klinisch, sondern durch das Ambiente sogar etwas unterhaltsam. Darum denke ich, dass auch Erwachsene, die z.B. gern mal im Zug eine Partie Schach einschieben möchten, sicherlich Freude mit dem Titel haben können - mir jedenfalls geht es so.
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FAZIT
Schon das kleine Siegel vom Deutschen Schachbund auf der Covervorderseite deutet auf ein sehr solides Schachprogrämmchen hin... :) Und das ist es auch. Anstatt hier einfach nur den hundersten Schach-Computer zu programmieren, hat man zusätzlich und als spielerische Inhalte verpackt, alle Regeln, viel strategisches Know-How und ein paar Minispiele rund um das Schachspielen in eine sehr ansprechende und unterhaltsame Form gegossen.
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Für mich ist "Fritz & Fertig" eine Art: "Die Sendung mit der Maus" meets "The Chessmaster"... Das Spiel macht als "Schach-Computer", bzw. als Mentor für Anfänger/innen und Fortgeschrittene, eine ganze Menge richtig, gar keine Frage: 10 Schwierigkeits-Stufen - da dürfte für alle, auch für Profis, etwas dabei sein! - und ein ausführliches, verständliches Schach-Tutorium, in welchem man nicht einfach nur ganz sachlich die Regeln nachliest, sondern alle Schachfiguren, mitsamt ihren Aufgaben anschaulich erklärt bekommt und zusätzlich viele Beispiele für viele typische Schachsituationen nachspielen kann.
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Wer angenehme Schachpartien auf mehreren Schwierigkeitsniveaus für längere Zugfahrten oder den Aufenthalt in der Badewanne sucht, oder wer seinen Kindern oder Enkeln etwas für geistige Fitness schenken möchte und weiss, dass diese gern Brettspiele spielen, könnte hier so einiges richtig machen.
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Und wer selbst noch Kind oder jugendlich ist und gern Schach spielt, sollte seinen Verwandten und Bekannten mal einen ganz heissen Tipp für Weihnachten oder den nächsten Geburtstag geben...

TheUnknown *, 9.382 Zeichen, veröffentlicht am 16.10.2008 •
Singleplayer: 84%
Multiplayer: 78%

Für die Bemusterung bedanke ich mich bei Koch Media
Der Text und dessen beinhaltende Bewertung für dieses Produkt sind nicht stellvertretend repräsentativ für die Redaktion von "Eyes on Nintendo", sondern einzig repräsentativ für die Meinung des/der Verfassers/Verfasserin!

Die "Spielspaß in Prozent"-Wertung resultiert nicht aus einer mathematischen Gleichung heraus, sondern sie steht einzig für den subjektiv empfundenen "Spaß beim Spielen" des/der Verfassers/Verfasserin (sofern nicht anders im Reviewtext erwähnt) und ist darüber hinaus auch als eine ungefähre Vergleichsmöglichkeit zu anderen Spielen zu verstehen.
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Freigegeben ohne Altersbeschränkung gemäß § 14 JuSchG Single-Card-Play
Releasedate: 10.10.2008, Preis: ca. 35-40€, 1-2 Spieler/innen

Bilder

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