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1001 Touch Games

Nintendo DS

1001 Touch Games, Covermotiv/Artwork
Freigegeben ohne Altersbeschränkung gemäß § 14 JuSchG
Releasedate: 19.08.2011, Preis: ca. 25-30€, 1 Spieler/in
1001
1001 Spiele auf einer DS-Karte? Ich war skeptisch, als das Modul eintraf. 1001? "Ist wohl nur einer dieser Titel, bei dem die Zahl ein wenig aufgerundet wurde - wie immer!", dachte ich. Aber auf der Rückseite steht auch noch mal explizit: 1001 Spiele und Spielvarianten für den Nintendo DS. Naja, also scheinen es doch wirklich 1001 zu sein. Aber soooviele Spiele? Da hat man sich doch bei keinem so wirklich Mühe gegeben...? Naja, das Cover zeigt Schachfiguren, Bowling-Pins, Spielkarten und noch einiges mehr. Also muss doch wenigstens EIN Spiel von diesen 1001 brauchbar sein. Ich meine, was kann man bei z.B. Dame oder Schach schon groß falsch machen?
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Da ich neuerdings ein kleines Faible für Poker habe, durchsuche ich das Modul nach Poker. Die Menü-Oberfäche wirkt seltsam matschig und die Steuerung mit Stylus auf dem Touchscreen ist ungenau und langatmig bis zum geht nicht mehr. Ich wuselte mich also geduldig durch die Menüs und stellte sehr bald fest, wie man auf die Zahl 1001 kam: Es gibt gefühlte 5-6 Dutzend "echte Spiele", von denen einige allerdings, wegen leicht veränderter Regeln, auch doppelt und dreifach enthalten sind. Und jedes dieser "echten Spiele" bietet mehrere Level oder Stufen. Das ist so, als würde ich behaupten, dass das NES-Modul von Super Mario Bros. ganze 32 Spiele enthält, denn es hat ja insgesamt 32 Level. Aber gut, weiter...
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GAS MIT DEM STEUERKREUZ?
Irgendwann fand ich tatsächlich das Spiel "Pokerface" - YEAH, geil, endlich. Ab dafür. Aber was war das? Von oben fallen nach und nach und nach Karte für Karte auf den Tisch und ich muss sie in fünf Spalten einsortieren. Und 5 Karten in einer Spalte ergeben dann ein Pokerblatt. Habe ich in einer Spalte als nur Karos, gilt das als Flush, dafür bekomme ich Punkte, die Spalte leert sich und ich kann ein neues Blatt erstellen. Na toll - das soll Poker sein? Und warum heisst das Ganze "Pokerface"? Ich habe keinerlei Gegner und es kommen ohne Unterlass Karten von oben herab. Ich breche nach 2 Minuten ab, denn es ist nicht nur nicht Poker, sondern es macht obendrein auch noch keinen Spaß - und die Touchscreenerkennung ist nicht unbedingt optimal. Ich suche Solitaire und finde es. Und das spielt sich tatsächlich wie Solitaire. Allerdings reagiert auch hier der Touchscreen etwas zickig.
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Irgendwo finde ich einen Flipper. Der Tisch ist sehr minimalistisch gehalten, und die Flipper, also die kleinen Paddelchen um die Kugel zu manövrieren, reagieren, als hätten sie eine Schachtel Valium geschluckt. Man muss JETZT drücken, wenn man in 2 Sekunden den Ball erwischen will; davon ab muss man den Button gedrückt halten, damit die Flipper auch voll durchgehen, statt einfach nur leicht auszuschlagen.
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Ich bereche ab und erspähe ein Rennspiel. Ich gebe Gas mit dem Steuerkreuz (häh?) und lenke mit dem Stylus auf dem Touchscreen - ja, richtig, das klingt so bequem, wie es sich liest. Ganz davon zu schweigen, dass die CPU äusserst lahm fährt. Was allerdings gut ist, denn die Steuerung reagiert sehr schwammig.
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HAUFENWEISE ZEUG
Naja, ich kürze das Ganze mal ab. Es gibt haufenweise Zeug, wie etwa auch Mahjongg, Sudoku, "Wörter-im-Buchstabensalat-Gewirr-Finden-und-Markieren"-Suchereien, auch Minimal-Versionen von Spielen wie "Luxor" und Schach. Und ich muss sagen: Mahjongg, Schach und die Luxor-Kopie sind die einzigen Spiele, die mir irgendwie zusagen. Wobei auch hier gilt, dass die Steuerung eher nicht so super ist. Doch wenn man sich damit arrangieren kann, geht es so halbwegs und kann ein wenig Unterhaltung damit haben - im Ansatz loben muss ich beim Schach sogar die CPU-KI, denn die ist echt akzeptabel, wenn man selbst nicht gerade auf Großmeister-Niveau spielt.
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Doch dann folgt gleich der nächste Klops: Keines dieser Spiele bietet einen Multiplayer. Weder mit einem Modul, noch mit mehreren Modulen, geschweigedenn abwechselnd an ein und demselben Handheld. Aber wenigstens werden für alle Spiele umständlich ersichtliche Top-5-Highscore-Tabellen geführt. Immerhin.
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FAZIT
Die Steuerung ist sehr oft schwammig, ungenau, teils sogar leicht zeitverzögert, die Menüs zur Spielauswahl sind träge und umständlich zu bedienen. Die Grafik ist überall gerade mal mehr als zweckmäßig und der Sound - dazu schreibe ich lieber erst gar nichts. Keines der Spiele erklärt sich von selbst, oder gibt selten mal einen Hinweis darauf, was sich hinter dessen Titel verbergen könnte; oder kann sich z.B. jemand was unter "Piratenschatz", "Zootiere" oder "Klassiktausch" vorstellen?
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So ca. 10-20 enthaltene Spiele sind akzeptabel, rechtfertigen das Modul aber keineswegs. Und der Rest? Öhm, den spielt man probehalber an und hat ihn beim Verlassen ins Hauptmenü auch schon wieder vergessen - will ihn sogar vergessen. Es gibt für den Nintendo DS mittlerweile so einige günstige und gutklassige Sudoku-, Schach-, Solitaire-, Wimmelbild-, Flipper-, Rennspiele -Spiele, warum dieses hier spielen?
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...und dabei sieht das Cover doch wirklich schick aus...

TheUnknown *, 4.975 Zeichen, veröffentlicht am 31.08.2011 •
Singleplayer: 48%

Für die Bereitstellung des Testmusters bedanke ich mich bei Buschbaum Media & PR GmbH
Der Text und dessen beinhaltende Bewertung für dieses Produkt sind nicht stellvertretend repräsentativ für die Redaktion von "Eyes on Nintendo", sondern einzig repräsentativ für die Meinung des/der Verfassers/Verfasserin!

Die "Spielspaß in Prozent"-Wertung resultiert nicht aus einer mathematischen Gleichung heraus, sondern sie steht einzig für den subjektiv empfundenen "Spaß beim Spielen" des/der Verfassers/Verfasserin (sofern nicht anders im Reviewtext erwähnt) und ist darüber hinaus auch als eine ungefähre Vergleichsmöglichkeit zu anderen Spielen zu verstehen.
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Freigegeben ohne Altersbeschränkung gemäß § 14 JuSchG
Releasedate: 19.08.2011, Preis: ca. 25-30€, 1 Spieler/in

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