Sonic & SEGA All-Stars Racing

Nintendo DS

Sonic & SEGA All-Stars Racing, Covermotiv
Wenn man sich die DS-Fassung so anschaut, scheint sie die perfekte Übertragung von der Wii-Version zu sein. Denn im Streckendesign, in den Spielmöglichkeiten und den Funktionen, unterscheidet es sich eigentlich nicht. Ich werde mich hier also nicht zu detailliert mit der Spielbeschreibung beschäftigen, und verweise euch auf den Bericht zur Wii-Version. ;) Punkte die abweichen, oder die einfach Kritik bedürfen, werde ich näher beschreiben!

Im Groben überblickt gibt es auch hier Einzel- und Mehrspielermodi. Ihr schaltet euch Strecken, Musik (hier aber nur 24 statt 32 Stücke) und Fahrer über die Segameilen frei.

Für die Solisten
Allein könnt ihr euch im Grand Prix und Einzelrennen behaupten, oder eure Fahrtechnik im Zeitrennen verbessern. Soweit alles wie beim großen Wii-Bruder. Beim Zeitrennen gibt es allerdings kleine Unterschiede. Wer sich gefreut hat, auch hier quasi endlos zu fahren, bis die Zeit verbessert wurde, wird leider enttäuscht: Ihr müsst euch weiterhin, wie bei Mario Kart DS auch, mit 3 Runden zufriedengeben. Das ist schade, denn auch hier wäre das eine nette Sache gewesen. Wer sich damit trösten kann: Man muss nur ein paar Mal auf "Weiter" klicken und ist schnell wieder drin, sofern man Strecke und Fahrer nicht wechseln möchte.

Praktisch ist die Fahrt gegen den Geist. Habt ihr innerhalb der 3 Runden den Geist geschlagen, fahrt ihr in der nächsten Runde, sofern es nicht die letzte war, automatisch gegen euren eigenen Geist weiter. So kann man also direkt gegen die eben erworbene Bestzeit fahren. Neben den normalen Rennmodi gibt es auch hier die Missionen und Herausforderungen. Die Herausforderungen laufen, wie bei der Wii-Version, eher so nebenbei. Wenn ihr sie aber gezielt lösen wollt, könnt ihr auch im Hauptmenü nachschauen, welche euch noch fehlen.

Die Missionen sind eine nette Abwechslung zu den Rennen. Hier gibt es unter anderem die normalen Rennen (je nach Platzierung erhaltet ihr Punkte), Gegenstände aufsammeln, Torfahrt und Rausschmeißer. Um die 55 Missionen erfolgreich abzuschließen, müsst ihr den Vorgaben entsprechend ins Ziel kommen. Wenn ihr z.B. Gegenstände sammeln müsst, gibt es entsprechend Punkte, je nachdem, wie viele ihr gesammelt habt!

Für jede Mission gibt es bis zu 10 Punkte. Um die anderen Missionen freizuschalten, müsst ihr bestimmte Punktzahlen erreichen. Man hat also durchaus einiges zu tun.

Multispieler
Aber kommen wir nun endlich zum Mehrspielermodus! Sonic & Sega All-Stars Racing könnt ihr mit einem einzigen Spielmodul spielen, oder mit bis zu vier. Es ist also eigentlich ganz gut, wenn man gern mit jemandem ein Rennen fahren will, derjenige das Spiel aber nicht hat. Allerdings hat das ganze einen Haken: Wenn man nur ein einziges Spielmodul besitzt, kann man auch nur mit einer weiteren Person ein Rennen fahren. EIN Rennen! Mehr ist nicht drin! Wenn man den Aufwand betrachtet, den man betreiben muss, damit der andere auch mitspielen kann, ist das ganze schon Lachhaft.

Nicht nur, dass man gerade mal ein einziges Rennen bestreiten kann, nein, es geht beim Gast auch dann direkt wieder raus und man muss alles von Neuem einstellen!!! Da muss ich Sega leider sagen: Sorry, aber DAS hätte man sich sparen können! Niemand, der Spaß damit haben will, wird sich diesen Aufwand antun, behaupte ich mal ganz frech.

Besser gelungen ist das Multikarten-Spiel. Bis zu 4 Spieler können hier gegeneinander antreten. Ihr könnt ganz normale Rennen fahren, oder euch im Kampfmodus vergnügen. Dieser Modus erinnert sehr stark an Mario Kart Wii mit seinem Arenensystem. Ihr spielt in extra designten Arenen und müsst eure Gegner mit Gegenständen ausschalten. Wann hat man verloren? Richtig, wenn man 3x abgetroffen wurde ;)

Außerdem gibt es auch hier, wie in den Missionen, den "Rausschmeißer". Wenn eine bestimmte Zeit abgelaufen ist, fliegt der Letztplatzierte raus. Solange, bis nur noch einer übrig ist. Ihr seht, das Multikarten-Spiel ist wesentlich interessanter.

Ganz so löblich ist dafür der Onlinemodus wiederrum leider nicht. Zwar kann man hier sowohl gegen Freunde aus der Freundesliste, als auch gegen Wildfremde auf der ganzen Welt fahren, doch hat man hier wieder nur die Möglichkeit, Rennen zu fahren. Sonst nichts. Dafür könnt ihr eure Zeiten aus den Zeitrennen in Bestenlisten eintragen und eure Zeiten mit denen eurer Freunde und auf der ganzen Welt vergleichen. Wenigstens die Spielmodi aus dem Multikarten-Spiel hätte man hier doch übernehmen können!

Steurung, Grafik, Sound
Die Steuerung ist sehr simpel. Ihr könnt zwischen 3 verschiedenen Steurungsmöglichkeiten auswählen. In meiner Auswahl habe ich mit A Gas gegeben, mit B gedriftet und mit L oder dem Touchsreen die Items durch die Gegend geschleudert. Da ich noch im Besitz des klassischen DS bin, war dies eine sehr komfortable Lösung. Einige von euch mögen sich an diverse Fingerkrämpfe erinnern, die auf dem klassischen DS Mario Kart (DS) gespielt haben. Das bleibt hier zum Glück aus!

Die Grafik ist im Vergleich zur Wii-Version natürlich etwas schlechter. Für den DS ist sie gar nicht übel, KÖNNTE meiner Meinung nach aber besser sein. Teilweise sieht sie doch etwas pixelig aus. Das hat man bei den Olympischen Winterspielen weitaus besser hinbekommen. Aber damit kann man durchaus leben. Scheinbar sind die Strecken manchmal auch etwas verkürzt worden, im Gegensatz zu den Wii-Strecken. Schade, aber vielleicht auch nicht anders zu lösen gewesen? Unglücklich finde ich bei einigen Strecken die Kachellösung in unterschiedlichen Farben. Wenn man die Strecke noch nicht kennt, rast man schonmal unglücklich in die falsche Richtung oder gegen eine Leitplanke.

Der Sound klingt ein wenig nach Blechdose, ansonsten finde ich die Musik aber toll und passend. Viel mehr gibts dazu eigentlich auch nicht zu sagen :)

Der Schwierigkeitsgrad
Für Gelegenheitsspieler oder Rennfahrer könnte der Schwierigkeitsgrad noch wichtig sein. Man kann zwischen 3 Stufen auswählen. Wenn man nicht zu den Profirennfahrern gehört, so wie ich *g*, dann ist die leichte Stufe sicherlich der beste Weg, um den Einstieg zu finden und sich so frustfrei einzuspielen. Die mittlere Stufe ist schon etwas knackiger und auch, wenn man sich ganz gut eingeübt hat (als Gelegenheitsspieler), beisst man schonmal in ein Kissen. Profis und Vielfahrer sind auf der höchsten Schwierigkeistsstufe am besten aufgehoben! Selbst wenn man sich bereits als Sieger sieht, kann sich das besonders in der letzten Runde schlagartig ändern. Denn die KI ist doch ziemlich gut und klebt einem ständig am Heck!

Ladezeiten? Hier nicht!
Was auf der Wii lange Lademanöver sind, geht auf dem DS ruckzuck! Hier wartet man keine 20 Sekunden, denn man kann alles zügig wegdrücken und legt los. Das ist ein enormer Vorteil wie ich finde, vor allem wenn man "mal eben schnell" eine Runde drehen möchte. Ideal also auch für unterwegs, wenn man kurz am Bahnhof warten muss, und man sich schnell mal einem Rennen widmen will.

Mein Fazit
Sonic & Sega All-Stars Racing ist eine gelungene Mario-Kart-Kopie. Man findet besonders als Mariokartler einen schnellen und unkomplizierten Einstieg ins Spiel. Die Items sind gut verteilt - wobei ich mich aber manchmal frage, wozu man als Erstplatzierter eine Rakete braucht!?

Von den Mehspielermöglichkeiten ist für mich persönlich eigentlich nur der Multikarten-Spieler wirklich ein nettes Feature. Das Einzelkarten-Spiel kann man in die Tonne kloppen! Und den Onlinemodus kann man zwar gut nutzen, um gegen Freunde und andere Leute zu fahren, ist mir aber auf Dauer doch zu wenig. Schade, schade, denn das hätte man durchaus optimieren können.

Wer generell eher der Solotyp ist, oder wem der Kampf gegen die Zeit und die Onlinerennen ausreichen, ist hier gut bedient. Im Vergleich zu Mario Kart belegt Sonic & Sega All-Stars Racing für mich aber nur den zweiten Platz. ;)

Jule, 7.860 Zeichen, veröffentlicht am 24.03.2010 •
Singleplayer: 86%
Multiplayer: 79%

Für die Bereitstellung des Testmusters bedanke ich mich bei Sega of Germany
Der Text und dessen beinhaltende Bewertung für dieses Produkt sind nicht stellvertretend repräsentativ für die Redaktion von "Eyes on Nintendo", sondern einzig repräsentativ für die Meinung des/der Verfassers/Verfasserin!

Die "Spielspaß in Prozent"-Wertung resultiert nicht aus einer mathematischen Gleichung heraus, sondern sie steht einzig für den subjektiv empfundenen "Spaß beim Spielen" des/der Verfassers/Verfasserin (sofern nicht anders im Reviewtext erwähnt) und ist darüberhinaus auch als eine ungefähre Vergleichsmöglichkeit zu anderen Spielen zu verstehen.
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Single-Card-Play Multi-Card-Play Rumblepak Nintendo WiFi Connection Freigegeben ohne Altersbeschränkung gemäß § 14 JuSchG
Releasedate: 26.02.2010, Preis: ca. 35-40€, 1-4 Spieler/innen

Bilder

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