Let's Sing 2018: Mit deutschen Hits

Nintendo Switch

Let's Sing 2018: Mit deutschen Hits, Covermotiv
Lass mal was hören!
Wie in einem vernünftigen Karaoke-Spiel, ist die Songauswahl natürlich entscheidend und somit hat Deep Silver der neusten Version gleich 25 internationale und 10 deutsche Charthits spendiert. Das reicht von Queen, Jason Derulo, John Lennon, Andreas Gabalier bis hin zu Lena, Maroon 5, OneRepublic und Alligatoah. MIt den meisten Songs konnte ich zwar nicht viel anfangen, aber dennoch kannte ich ein paar aus dem Radio, auch wenn die Sänger oder Titel völlig unbekannt waren. Natürlich habe ich liebend gerne zu "We are the Champions" oder "Imagine" gesungen, hatte aber auch mit den anderen Songs mehr oder weniger meinen Spaß.

Interessant dürfte aber auch die Art und Weise sein, wie man singt. Anstecken könnt ihr bis zu zwei USB Mikrofone, allerdings funktioniert Let's Sing 2018 deshalb nur im Docked Modus! In den Optionen konnte ich zwar den Hinweis auf ein Headset finden, was bei mir mit einem herkömmlichen allerdings nicht funktioniert hat. Generell funktioniert Let's Sing 2018 wie jedes andere Muiskspiel auch: Ihr bekommt den Text unten am Bildschirm angezeigt, der bei manchen Songs viel zu schnell durchrattert, um ihn ordentlich mitlesen zu können.

Zusätzlich habt ihr eine Leiste in der Mitte, die euch die Tonhöhen anzeigt, die ihr treffen müsst. Und je nachdem, wie genau ihr singt, trefft ihr diese Stellen mit eurer Stimme - oder seid eben zu hoch oder zu tief. Je mehr ihr richtig singt, desto mehr Punkte bekommt ihr und könnt auch einen Multiplikator für eure Punkte erhalten.

Insgesamt könnt ihr euer Gesangstalent in vier Modi unter Beweis zu stellen.

Der "CLASSIC" Modus stellt den Standard-Modus dar, wo der höchste Punktestand gewinnt. Möchtet ihr allein antreten, schafft ihr es in die Highscoreliste, könnt aber auch gegen einen Freund oder den VoxSinger antreten. Dies ist ein computergesteuerter Gegner, der sich minimal an eure Performance annähert, um euch zu motivieren. Die Idee klingt super, ist mir aber nicht so stark aufgefallen.

Im "FEAT." Modus könnt ihr im Duett singen. Dazu wird immer abwechselnd ein Part des Songs übernommen und zwischendurch, wenn die Noten mehrfarbig werden, müssen beide Parteien gleichzeitig singen. In manchen Musikspielen gab es Frauen- und Männerparts beispielsweise für dafür vorgesehene Songs, jedoch wird hier der Song sinnvoll aufgeteilt, dass es einerseits passt und anderereseits fair aufgeteilt ist. In FEAT. muss allerdings immer zu zweit gespielt werden, was dann von einem menschlichen oder vom VoxSänger übernommen werden muss.

Der "TV" Modus ist eine Art Fun-Modus, denn hier seht ihr eine TV-Show im Fernsehen mit entsprechender Flimmerkisten-Qualität, die aber dann so schlecht wird, dass der Songtext verschwindet. Zu diesem Zeitpunkt müsst ihr den Song auswendig können und versuchen, 100 ausgeblendete Worte des Liedes zu singen. Ich war zuerst begeistert, dass es ein Singspiel schaffen würde, per Spracherkennung die Worte zu filtern, aber naja... Wer irgendwelche Worte zum richtigen Zeitpunkt ins Mikro brummelt, schafft es auch, solange Ton und Timinig stimmen.

In "MIX TAPE" werden immer Ausschnitte aus drei Songs gewählt und das jeweils zweimal an unterschiedlichen Stellen im Song. Es gibt einen kleinen Countdown und wird man sozusagen ins kalte Wasser geworfen. Schnelle Auffassungsgabe ist also gefordert und natürlich gewinnt derjenige, der die meisten Punkte ergattert. Dieser Modus muss ebenfalls zu zweit gespielt werden - mit Mensch oder VoxSänger. Cool ist dass es unterschiedliche vorgefertigte Mix-Tapes gibt wie "Die besten Pop-Songs", "Gute Laune Songs" , "Oldies - vor 2000" (ja, das sind jetzt schon Oldies!).

Wer einfach die Songs ohne seinen Gesang nebenher laufen lassen möchte, kann die "JUKEBOX" einschalten. Entweder in bestimmter Reihenfolge oder zufällig, bekommt man so gewissermaßen einen Musiksender ohne Werbung präsentiert.

Einiges an Umfang
Ihr habt mit Let's Sing 2018 jedoch nicht nur ein Singspiel, sondern müsst, wenn ihr wollt, euren Status verbessern, um Fortschritte zu machen. In der Jukebox können zum Beispiel nur Lieder abgespielt werden, die ihr in einen der anderen Modi mindestens einmal gesungen habt. Im Mix-Tape-Modus sind auch nicht alle Mix-Tapes von Anfang an verfügbar, sondern müssen zuerst unter bestimmten Bedingungen freigeschalten werden. Zudem bietet das Spiel immer wieder kleine Missionen, wie "Schließe zwei 'leichte' Songs in bestimmten Modi" ab, denn Schwierigkeitsgrade der Stimmerkennung sind ebenfalls auswählbar.

In den Songs selbst kann man leider den Sänger nicht ausschalten, aber es gibt die Option "Intrumental" zur Auswahl, um nur seine eigene Stimme mit der Band über die Lautsprecher genießen zu können. Ich hätte mir gerne noch einen speziellen Modus für eine Party mit vielen Spielern gewünscht oder vielleicht eine Namenseingabe, die unabhängig vom Spielerprofil ist.

Wem der Umfang an Songs nicht reicht, kann im Spiel den eShop aufrufen und Songpacks dazukaufen. Zum aktuellen Zeitpunkt des Reviews gab es einen Songpass für 19,99€ oder auch die Songpacks zu je 5 Songs für 4,99€ also knapp 1€ pro Song, was ich an sich ok finde. Allerdings hat man immer das Problem, dass man vielleicht nicht alle Songs aus einem Pack attraktiv findet. Zumindest wurde das Prinzip des Songpackkaufens bei Let's Sing 2018 gewählt, und nicht wie bei Just Dance oder damals bei Wii Karaoke U, das Prinzip des Zeittickets, womit man sich quasi für gewisse Zeit das ganze Repertoire lediglich mietet.

Der Stil ist sehr modern gehalten, mit weißen Menüs und stylischen Animationen. Im Spiel sind die Balken ganz gut erkennbar - selbst der Songtext ist in den Balken integriert. Wie schon gesagt, kann der Text zum Mitsingen ab und an etwas zu schnell vor dem Auge vorbeihuschen, darum muss man einen den Song dann eventuell auswendig lernen oder einfach irgendwas ins Mikro murmeln, denn letztendlich kommt es ja auf die Gesangsstimme an. Optische Spielereien, wie bewegliche Menüs oder eine Kassette die sich dreht, finde ich originell. Soundtechnisch gibt es nichts zu Meckern, der Klang der Musiken ist gut und die Ladezeiten halten sich auch in Grenzen.

Fazit
Im Grunde genommen bekommt man hier ein solides Karaoke-Spiel präsentiert, das tut, was es soll. Mir persönlich ist aber die Musikauswahl zu Mainstream und modern - aber mal schauen, was in Zukunft noch für Lieder im eShop erscheinen werden.

DStroke *, 6.438 Zeichen, veröffentlicht am 18.12.2017 •
Singleplayer: 76%
Multiplayer: 82%

Für die Bereitstellung des Testmusters bedanke ich mich bei Koch Media
Der Text und dessen beinhaltende Bewertung für dieses Produkt sind nicht stellvertretend repräsentativ für die Redaktion von "Eyes on Nintendo", sondern einzig repräsentativ für die Meinung des/der Verfassers/Verfasserin!

Die "Spielspaß in Prozent"-Wertung resultiert nicht aus einer mathematischen Gleichung heraus, sondern sie steht einzig für den subjektiv empfundenen "Spaß beim Spielen" des/der Verfassers/Verfasserin (sofern nicht anders im Reviewtext erwähnt) und ist darüber hinaus auch als eine ungefähre Vergleichsmöglichkeit zu anderen Spielen zu verstehen.
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Switch Joy-Con Switch Joy-Con Grip Switch Pro Controller Switch Television Mode Nintendo Network Kann außerdem auch über den Nintendo eShop heruntergeladen werden Freigegeben ohne Altersbeschränkung gemäß § 14 JuSchG
Releasedate: 24.11.2017, Preis: 39,99€, 1-2 Spieler/innen

Bilder

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