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Pokémon Tekken DX

Nintendo Switch

Pokémon Tekken DX, Covermotiv/Artwork
Freigegeben ab 12 Jahren gemäß § 14 JuSchG Switch Joy-Con Switch Joy-Con Grip Switch Pro Controller Switch Tablet Mode Switch Tabletop Mode Switch Television Mode Kann außerdem auch über den Nintendo eShop heruntergeladen werden
Releasedate: 22.09.2017, Preis: 59,99€, 1-2 Spieler/innen
Nach vielen Gerüchten im Vorfeld wurde im Juli 2015 Pokémon Tekken für Nintendo Switch und innerhalb von Japan zudem in einer Spielhallenversion veröffentlicht. Das Prügelspiel mit den Taschenmonstern heimste solide Kritiken ein und war mitunter sogar bei Pikachu-Allergikern akzeptiert. Das lag nicht zuletzt am komplexen und einzigartigen Kampfsystem. Doch das Stelldichein der Pokémon hatte auch einige Schwächen. Ist die Deluxe-Version auf der Switch nur ein lauer Aufguss oder geben Mewtu und Co. in der zweiten Runde nochmal alles?
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Round 2 - Fight!
An der Spielmechanik hat sich nichts getan und das ist auch gut so. Denn hier liegen die Stärken von Pokémon Tekken. Im Kampf stehen sich immer zwei Kontrahenten gegenüber. Das Kampfgeschehen ist in zwei Phasen geteilt: Feldphase und Duellphase. Begonnen wird immer in der Feldphase. Hier kann sich jedes Pokémon dreidimensional über das Feld bewegen und dem Gegner mit Distanzangriffen zusetzen. Bei einem starken Treffer wechselt das Geschehen in die Duellphase, in der nur zweidimensionale Bewegungen, auf den Gegner zu oder von im weg, möglich sind. In dieser Phase werden Kombos gebildet und der große Schade ausgeteilt. Die Moves der Kämpfer unterscheiden sich je nach Phase etwas. Auch in der Duellphase sorgt ein kritischer Treffer für einen Phasenwechsel, sodass ein Kampf in Pokémon Tekken ein steter Wechsel zwischen Feld- und Duellphase ist.
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Wer durch kräftige Treffer einen Phasenwechsel einleitet, erhält einen Bonus auf der sogenannten "Resonanz-Anzeige". Ist sie gefüllt, kann der eigene Kämpfer für kurze Zeit in den Limit-Zustand wechseln. Je nach gewähltem Pokémon bringt er unterschiedliche Veränderungen mit sich. Zunächst optisch, denn einige der Taschenmonster führen sogar die berüchtigte Mega-Entwicklung durch. Oft ist der Limit-Zustand aber auch die potentiell kampfentscheidende Wende. Das Kräfteverhältnis kann kippen, weil ein Pokémon in diesem Modus nicht so schnell umgeworfen wird und zudem einmalig über den "Limit-Move" verfügt. Mit dem richtigen Timing verwendet, wird der Gegner in einer opulent animierten Szene richtig aufs Korn genommen.
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Abseits von Standard-Kombos und Limit-Zustand wird die Basis des Kampfsystems von Pokémon-Tekken durch das Attacken-Dreieck gebildet. Nach dem Schere-Stein-Papier-Prinzip schlägt ein Standardangriff den Versuch eines Griffes. Ein Griff unterbricht jeden Konter und der Konter hält Standard-Angriffe auf.
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Den letzten Feinschliff machen dann die "Helfer-Pokémon". Sie unterstützen Euch im Gefecht mit Angriffen oder Spezialeffekten. Manche sabotieren auch Eure Gegner, etwa indem sie sie verlangsamen. Vor jedem Kampf muss sich der Spieler für ein Set aus zwei Helfern entscheiden. Welcher der Beiden in der aktuellen Runde dabei sein soll, dass entscheidet Ihr kurz bevor der Gong schlägt. Während des Kampfes lädt sich dann die Helfer-Anzeige selbstständig auf. Ist sie bereit, könnt Ihr das Helfer-Pokémon rufen. Wenn Ihr sie geschickt verwendet, können die Helfer ein wertvoller Teil der Strategie sein. Zudem helfen sie, sich auf bestimmte Gegner einzustellen.
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Zurück in der Ferrum-Region
Das Geschehen von Pokémon Tekken spielt in der fiktiven Ferrum-Region. Ein Luftbild von Ferrum ist das Hauptmenü des Spiels. Verschiedene Städte und Orte symbolisieren diverse Spielmodi. Und da finden sich zunächst die alten Bekannten aus der Wii U-Version.
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Der Zentrale Spielmodus ist die "Ferrum-Liga" in drei Ligen, Grün, Blau und Rot, kämpft Ihr Euch an die Spitze. Während Ihr in der Tabelle nach oben aufsteigt, wird mit vertonten Standbildern und mit kurzen Zwischensequenzen die Geschichte um das mysteriöse, schwarze Mewtu erzählt. Am Ende jeder Liga wartet in der Rangprüfung ein Liga-Meister darauf, sich mit Euch zu messen.
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In Liga-Matches verdienten Zaster könnt Ihr in "Deine Stadt" in allerlei Accessoires für Euren virtuellen Pokémon-Trainer umsetzen. Neben Outfits und Kleinigkeiten wie etwa einer Brille, lässt sich Euer Avatar auch mit neuen Frisuren oder auffälligen Hintergrundeffekten verschönern. All das hat übrigens recht happige Preise, sodass Ihr einige Runden werdet bestreiten müssen, bis der Trainer Euren Wünschen entspricht. Für den individuellen Touch sorgen neben der Optik auch ein Untertitel, etwa "Fitter Trainer" und ein Motto. In "Deine Stadt" können auch die Fertigkeitspunkte, die ein Pokémon nach gewonnenen Matches erhält, zu jeder Zeit neu verteilt werden. So habt Ihr die Wahl, ob Ihr Angriff oder Verteidigung eines Pokémon stärken wollt, oder lieber seine Fähigkeiten im Limit-Zustand. Andernfalls könnt Ihr die Punkte auch seinen strategischen Fähigkeiten hinzurechnen, was zur Folge hat, das Helfer-Pokémon im Kampf früher gerufen werden können. Nicht zuletzt ist "Deine Stadt" der Ort, an dem Ihr detaillierte Auswertungstabellen betrachten könnt und Controller- sowie Sound-Einstellungen trefft.
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Schon im Original besonders hervorzuheben war der "Training"-Modus. Allein der Tutorial-Modus gliedert sich in fünf Abschnitte, die in Nullkommanichts aus jedem Anfänger einen Profi-Fighter machen. Im Freien Training könnt Ihr unter Zuhilfenahme schier unendlicher Einstellungsmöglichkeiten beinahe jede Kampsituation simulieren. Wahre Profis können sich somit auf jedes Gefecht vorbereiten. Im "Mannöver-Dojo" lernt Ihr auf die schnelle Art alle Einzelangriffe der Pokémon, im "Kombo-Dojo" lernt Ihr, sie zu Ketten zu verknüpfen.
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Wer nur aus Spaß ein paar Kämpfe bestreiten möchte, kann im Modus "Einzelspieler-Kampf" völlig frei jeder Bewertung gegen den Computer antreten. Mit diversen Optionen lassen sich die Matches individualisieren. So kann etwa der Limit-Zustand abgeschaltet werden. Neben dem Standardkampf bietet der Modus auch den "Extrakampf". Hier liegen auf dem Feld verstreut farbige Boxen, die spezielle Power-Boni oder Energieregeneration gewähren. Zu guter Letzt wäre da noch der neue "Teamkampf". Hier wählt ihr drei Pokémon-Kämpfer, die der Reihe nach gegen das Team des Computers antreten. Wer zuerst alle Mitglieder des gegnerischen Teams auf die Matte schickt, gewinnt.
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Dieselben drei Kampfmodi bietet der Modus "Lokaler Kampf". Hier tretet Ihr direkt an der Switch-Konsole gegen Eure Freunde an. Besonders gut ist, dass keine zwei Pro Conroller von Nöten sind. Die beiden Joy Con können ebenfalls verwendet werden. Mit "Drahtloser Kampf" können auch zwei Switch-Konsolen im lokalen Drahtlos-Modus verbunden werden. Auf diese Weise hat jeder Spieler einen eigenen Bildschirm. Das ist übersichtlicher.
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Für viele sicher schon das Herzstück des Originals, ist der "Online-Kampf"-Modus natürlich auch diesmal dabei und stärker als zuvor. Er bietet zum einen die Möglichkeit, gegen Zufallsgegner auf der ganzen Welt anzutreten. Wahlweise mit oder ohne Wertung. Neu in der Deluxe-Version ist, dass Online-Gruppen erstellt werden können. Jeder Spieler kann bis zu zwei Gruppen selbst erstellen und Mitglied in vier Gruppen sein. In selbsterstellten Gruppen legt Ihr die Regeln selbst fest. Darf jeder teilnehmen, oder nur registrierte Freunde? Wie viele Mitglieder darf die Gruppe haben? Gibt es ein Passwort? Auf diesem Weg lassen sich ganz einfach Online-Turniere realisieren. Ein schönes neues Feature! Ebenfalls toll ist das neue Wiederholungstheater. Videos aller online bestrittenen Kämpfe werden (optional) gespeichert und stehen der Community zur Verfügung. Ihr könnt aus tausenden verfügbaren Videos filtern, etwa nach am Kampf beteiligten Pokémon. So lässt sich aus der Strategie von anderen lernen.
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Backenfutter Deluxe
Ein paar nette Neuerungen habe ich ja bereits erwähnt. Nun möchte ich auch die vielen anderen nennen. Zunächst wäre da ein neuer Spielmodus, der den Namen "Tägliche Herausforderung" trägt. Einmal am Tag könnt Ihr mit einem vorgegebenen Pokémon Kämpfe unter speziellen Bedingungen bestreiten und somit viel virtuelles Geld sowie Fertigkeitspunkte für das teilnehmende Taschenmonster gewinnen. Der Modus eignet sich besonders gut, um auch mal die anderen Kämpfer abseits des eigenen Lieblings kennenzulernen.
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Denn davon gibt es ja eine ganze Menge. Hatte das Original auf der Wii U noch mit einem verflucht kleinen Roster an Kämpfern zu knapsen, sieht es diesmal etwas anders aus. Ganze 21 Kämpfer steigen in Pokémon Tekken DX in den Ring. Darunter Darkrai, Impoleon, Glibunkel und Scherox, die es davor nur in der japanischen Spielhallenversion gab. Ganz neu in der Truppe ist dagegen Silvarro. Das Pokémon der siebten Generation feiert seinen Einstand in der Deluxe-Version. Jeder Kämpfer der Riege spielt sich höchst individuell. Es gibt keine "Klone" die sich nur optisch von anderen Figuren unterscheiden. Auch zwei andere Pokémon der Generation sieben sind neu dabei, allerding haben sie es nur als Helfer ins Game geschafft. Die Rede ist von Flamiau und Robball.
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Der Thalia-Strand ist eine neue Arena, wo es unter anderem Kokowei in seiner Alola-Form im Hintergrund zu entdecken gibt.
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Neu ist ebenfalls das Missionsfeld. Auf dieser Tafel finden sich für jede Liga 12 Nebenmissionen, die Ihr in den Kämpfen freiwillig erfüllen könnt. Etwa muss ein bestimmtes Helfer-Pokémon innerhalb der Liga mehrfach von Euch aufgerufen werden oder Ihr müsst in der Liga eine bestimmte Anzahl von Siegen einfahren. Als Belohnung winkt digitaler Zaster oder Accessoires für Euren Avatar.
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Die alte Achillesferse
Interessant ist sicher auch, was sich nicht verändert hat. Leider haben auch ein paar der Schwächen der Ur-Version eine Wiedergeburt erlebt. In Sachen Grafik war Pokémon Tekken für Wii U-Verhältnisse ein Bonbon. Die lebendigen Animationen verliehen den Pokémon-Kämpfern Charakter wie nie zuvor in der Serie. Die Arenen jedoch konnten da nicht ganz mithalten. Sie wirkten zwar auf den ersten Blick abwechslungsreich und voller Leben doch bei genauerem Hinsehen wirken gerade die Animationen von Pokémon und Personen im Hintergrund sehr steif. Nicht nur, dass die Grafik auf der eigentlich stärkeren Switch unverändert zu sein scheint, auch die unschönen Animationen im Hintergrund haben es erneut durch die Qualitätskontrolle geschafft. Dennoch bleibt Pokémon Tekken optisch wie akustisch konkurrenzfähig.
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Daneben fällt auf, dass die zeitraubenden Animationen der Limit-Moves, die so gut wie in jedem Match vorkommen, sich noch immer nicht überspringen lassen. Dieser Makel wäre leicht zu verhindern gewesen. Vielleicht erwartet uns ja noch ein Update...
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Fazit
Der Pokémon-Junge schlägt wieder zu! Jeder hat so sein Franchise, bei dem es ihm schwerfällt, objektiv zu sein, und die Pokémon-Serie ist wohl meins. Als Fan ist es für mich selbstverständlich, mir auch Pokémon Tekken DX ins Haus zu holen, obwohl ich schon etliche Stunden mit dem Original zugebracht habe. Und ich persönlich bin natürlich auch begeistert von jeder Neuerung, insbesondere von den neuen Kämpfern und den Online-Gruppen. Ohne die Fan-Brille betrachtet bleibt ein sehr solides Fighting-Game mit eigenem Kampfsystem, das nun einen ähnlichen Feature-Umfang bietet, wie andere Vertreter des Genres. Vor allem aber bügeln die fünf Neuen im Kämpfer-Roster die größte Schwäche des Originals aus, das einfach zu wenige Pokémon bot. Eine klare Kaufempfehlung für Pokémon-Fans und Freunde des Beat 'em up-Genres. Wer es schon auf der Wii U gespielt hat, muss selbst entscheiden, ob die neuen Features und die Mobilität einen erneuten Kauf rechtfertigen.

Jojo, 11.395 Zeichen, veröffentlicht am 18.09.2017 •
Singleplayer: 89%
Multiplayer: 91%

Für die Bereitstellung des Testmusters bedanke ich mich bei Nintendo
Der Text und dessen beinhaltende Bewertung für dieses Produkt sind nicht stellvertretend repräsentativ für die Redaktion von "Eyes on Nintendo", sondern einzig repräsentativ für die Meinung des/der Verfassers/Verfasserin!

Die "Spielspaß in Prozent"-Wertung resultiert nicht aus einer mathematischen Gleichung heraus, sondern sie steht einzig für den subjektiv empfundenen "Spaß beim Spielen" des/der Verfassers/Verfasserin (sofern nicht anders im Reviewtext erwähnt) und ist darüber hinaus auch als eine ungefähre Vergleichsmöglichkeit zu anderen Spielen zu verstehen.
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