The Legend of Zelda: Breath of the Wild

Nintendo Switch

The Legend of Zelda: Breath of the Wild, Covermotiv
Vor genau vier Jahren saßen Eiji Aonuma und Shigeru Miyamoto auf einem Stuhl, und im Hintergrund bekamen wir die ersten bewegten Bilder eines neuen Zelda-Spiels auf der Wii U. Jedes Jahr stellte sich die Frage, wann es denn endlich fertig sei, denn je mehr man davon zu sehen bekam, desto interessanter klang das Konzept eines völlig anderen ZeldaTitels. Letztendlich mussten wir bis März 2017 warten, bis auch die Switch erscheinen würde, und nicht nur die Wii U, sondern eben auch die Switch mit The Legend of Zelda: Breath of the Wild bedient werden würde. Hat sich das Warten gelohnt?

Taucht ein in die magische Welt
Wie in einem traditionellen Zelda, wurden auch hier wieder einige der üblichen Elemente verwendet, wie das Aufwachen an einem unbekannten Ort. "LINK" ruft euch die Stimme zu und auf einmal fährt es euch durch den Kopf: "Wie, wo, was? Da spricht jemand? Wieso spricht da jemand?" Zum allerersten Mal in einem Zelda-Spiel gibt es nämlich eine Sprachausgabe und schon hat man etwas neues entdeckt. Ihr öffnet die Augen und bahnt euch einen Weg aus der Höhle.

Die ersten jetzt folgenden Minuten dienen dazu, euch mit der Steuerung und den Gameplay-Mechanismen vertraut zu machen. In den ersten Kisten, die man öffnen, befinden Shirt und Hose, die man im Menü auswählen muss. Aber ihr verwendet such den Shiekah-Stein bereits in den ersten Spielminuten. Der Shiekah-Stein funktioniert wie eine Art Tablet: Ein Blick hierauf, und man sieht Ausrüstung, Gegenstände und eine große, sehr große, wirklich sehr große, aber vorerst noch leere Karte, sowie die Steuerung mit Speicheroption.

Von allem gibt es in Breath of the Wild reichlich, so auch bei der Ausrüstung. Ihr werdet Unmengen an Kleidung finden, die natürlich jeweils gewisse Vorteile mitsich bringt. Leider ist es etwas fummelig immer wieder ins Menü zu gehen und Klamotten zu wechseln. Eine Ausdaueranzeige in Form eines grünen Kreises entdeckt ihr, sobald die erste Wand erklommen werden muss und daraufhin erfolgt eine kleine Animation, wie Link an den Rand des Berges läuft und einen Blick auf Hyrule wirft. Es ist unbeschreiblich wie schön es hier aussieht. Überall grüne Wiesen, buschige Bäume mit Äpfeln versehen, riesige Tannen, die Vögel zwitschern, Schmetterlinge fliegen umher, ein alter Mann winkt euch aus der Ferne zu und nun könnt ihr tun und lassen was ihr wollt.

Es ist eine magische Welt, in die ihr nun eintaucht und die euch so schnell nicht wieder loslässt und stets eine individuelle Erfahrung bietet. Ich habe mich mit meinen Freunden kurz geschlossen und wir waren erstaunt, wie unterschiedlich wir zur gleichen Zeit vorgegangen sind. Der Eine ging den Waldpfad, der Andere erkundete die Türme, ich bin auf Bergen herumgekrabbelt und habe Dinge nicht gefunden, die der andere dafür sofort entdeckt hat.

1001 Freiheiten
Nintendo hat ein Open-World-Erlebnis geschaffen, das der alten Struktur, die sich seit Ocarina of Time nicht verändert hat, einen frischen Wind verpasst, quasi einen Breath of the Wild. Während Ocarina of Time und alle darauf folgenden 3D-Zeldas zwar in einer großen Welt spielten, gab es dennoch eine gewisse Reihenfolge, wie Dungeons gelöst werden mussten und Bereiche erst zugänglich waren, wenn bestimmt Gegenstände erspielt wurden. Doch hier: Alles was man sieht, kann erreicht werden. Ihr möchtet einen Baum hochklettern? Steigt einfach hinauf und sammelt dabei vielleicht noch Äpfel auf. Ihr seht einen kleinen Fels auf einem Berg, der euch seltsam vorkommt? Lauft hin und klettert einfach den Berg hinauf.

Aber achtet auf eure Ausdauer. Ist diese verbraucht, rutscht ihr ab und je tiefer der Fall, desto mehr tut es weh. Vor allem bei anfänglichen drei Herzen lebt ihr da nicht sehr lange. Ihr könnt natürlich auch schnell zum Endgegner rennen, aber mit der Anfangsausrüstung wäre das fatal, denn es ist der wahrhaftige Ganon, der vor 100 Jahren verbannt wurde und auferstanden ist, um Hyrule Tod und Verderben zu bringen. Ganon umhüllt das Schloss und befehligt mächtige Wächter, eine Armee aus antiken Robotern, die einst die königliche Familie beschützen sollten. Wer auf einen Wächter trifft, sollte erstmal schleunigst das Weite suchen, wenn ihr es überhaupt schafft soweit zu kommen. Denn die Wächter mit ihren Tentakelbeinen haben eine elendlange Laserreichweite, um euch damit zu grillen.

Auch wenn ihr die freie Wahl dabei habt, was ihr wann tut, habt ihr dennoch unterschiedliche Quests, die in Form von Leuchtsignalen auf der Karte erkennbar sind. Einfach ist es, wenn ihr die Shiekah-Türme aufsucht. Ähnlich wie in Assassin's Creed decken diese einen bestimmten Bereich von Hyrule ab, der zuvor einfach nur dunkel auf eurer Karte erkennbar war. Erklimmt ihr nun also einen dieser Türme und setzt euren Shiekah-Stein ein, werden Namen der Umgebung, Wege und gefundene Orte sichtbar.

Um die Hauptgeschichte zu erfahren, könnt ihr die Hauptquests in Angriff nehmen, wer aber mehr von Hyrule wissen möchte und zusätzliche Dinge ergattern möchte, sollte mit den unzähligen Charakteren sprechen, die in ganz Hyrule herumwuseln. Während die Gegend in Twilight Princess relativ karg erschien, finden sich selbst in kleineren Dörfern oder Ställen die schrulligsten Charaktere mit witzigen Aufgaben, aber auch ernste und gefährliche Herausforderungen.

Mit Schwert, Schild, Bogen und Segel
Aha, da ist ein Gegner hinter der Ruine. Wer den rechten Stick durchdrückt, kann sich an Schergen heranschleichen und einen Überraschungsschlag ausführen. Eine Geräuschanzeige erleichtert euer Vorhaben. Herangeschlichen und - Zack! - zugeschlagen, doch plötzlich macht es "klirr": die Waffe ist zerbrochen. Denn ja, jede eurer Waffen ist zerbrechlich. Ob es Schwert, Pfeil und Bogen, Keule, Lanze oder Axt ist, manche halten mehr, manche weniger aus. "Oh nein, was wenn ich einmal ohne Waffe vor einem Gegner stehe?" Das ist natürlich nicht ausgeschlossen, aber eigentlich gibt es an jeder Ecke etwas, das aufgesammelt werden kann, es ist nur nötog, die Augen aufzusperren oder erfinderisch zu sein. Gleiches gilt natürlich für Schilde. Die könnt ihr nämlich nicht nur als Surfbrett unter die Füße schnallen, nein, sie dienen natürlich auch zur Abwehr von Angriffen.

Die ersten Stunden fand ich deshalb äußerst anstrengend, da ich immer schauen musste, was nehm ich mit und warum ist der Platz so begrenzt? "Boah ist das nervig, ich will das große Schwert nicht nehmen, sonst ist es gleich kaputt. Oh, ich bekomme eine Keule von dem Viech da hinten." Man lernt mit der Zeit, das System zu verstehen und schon wird das nervige Waffensuchen zum strategischen Denken und Einsetzen der Mittel, die man besitzt. Während man sich früher einfach mit einem Schwert durch die Gegend gekämpft hat, und dann mit dem Masterschwert keine andere Waffe mehr nötig war, ist das Waffensystem ein Minispiel für sich. Man muss sich organisieren, einschätzen, welche Waffen Sinn machen.

Im Kampfsystem bleibt sich die Zelda-Reihe allerdings weiterhin treu. Gegner können anvisiert werden und dabei kann Link seine Akrobatik zur Schau stellen, durch Rückwärtssalti, Seitwärtssprünge oder Sprungattacken. Allerdings gibt es noch ein ganz besonders cooles Feature, und zwar, wenn euer Timing sitzt. Weicht ihr mit der richtigen Technik und zum richtigen Zeitpunkt aus, gibt es einen kurzen Zeitlupeneffekt, in dem ihr ein Angriffsfeuerwerk von Schlägen, ohne getroffen zu werden, loslassen könnt.

Wer sich eine Weilchen durchkämpft, kommt in den Besitz eines Segels. Nicht nur, dass Link jetzt eine Sprungtaste spendiert bekommt, er kann nun auch von hohen Stellen abspringen und mit seinem Segel, als eine Art Fallschirm in beiden Händen über sich gehalten, längere Strecken zurücklegen. Da man in Breath of the Wild so ziemlich alles machen kann, ist es möglich, eine Holzfackel zu entzünden oder auch Feuerpfeile zu benutzen, um Gras zu entfachen. Die aufsteigende Wärme des Feuers generiert leichten Aufwind und lässt euch nach oben steigen. Diese Technik konnte ich sogar schon gegen einen Minotaurus-ähnliches Monster einsetzten. Eine seiner Strategien war es, mich aus der Ferne mit Feuerbällen zu beschießen und danach mit einer Rammattacke anzugreifen. Der Clou war nun, sein entfachtes Feuer mit dem Segel zu nutzen und aus der Luft mit Pfeilen anzugreifen. Dazu wechselt das Spiel ebenfalls in den Zeitlupenmodus und ihr habt mehr Zeit, den Schurken ins Visier zu nehmen. Aber Vorsicht, die Luftakrobatik macht Gebrauch von eurer Ausdauer - und wer hoch fliegt, kann auch tief fallen, was widerum viel Schaden verursachen kann.

Kochen
Ein weiteres großes Spielelement ist das "Sachen sammeln" und das sogenannte "Crafting", also etwas erschaffen. Link ist nämlich unter die Hobbyköche gegangen und ist in der Lage, alle möglichen Gerichte zu kochen - sofern er weiß, wie. In der Welt von Hyrule gibt es jede Menge Zutaten wie Pilze, Gräser, Kräuter, Früchte zu finden. Mit dazu kommen noch die Überreste von Feinden, wie Bokblin-Hauer, Flederbeißerflügel oder einen Echsalfos-Schwanz, und auch jede Menge Reptilien oder Wildfleisch. Alles das muss aufgesammelt oder zuvor gejagt und erlegt werden.

Viele Dinge können ungekocht gegessen werden, füllen aber im gekochten Zustand viel mehr Herzen auf. Der Clou bei der Sache ist jedoch, auf die Eigenschaften der Materialien zu achten. Eine Ausdauerheuschrecke regeneriert die Ausdauer und kann mit einer Monsterzutat zu einer Medizin für verbesserte Ausdauer geköchelt werden. Eine Chilischote kann mit Äpfeln kombiniert werden. Da es immer fünf Zutaten sind, ergeben eine Chilischote und vier Äpfel einen wahren Obstschmaus, der eine Menge Herzen auffüllt und gleichzeitig eine gewisse Zeit vor Kälte schützt. Und selbst Waffen können mit einer Tinktur verstärkt werden.

Modul-Ahh
Eure Joy-Cons werden voll und ganz ausgenutzt. Mit den Pfeiltasten des linken Joy-Cons gibt es ein Schnellauswahl-Menü, mit dem ihr Waffen, Schilde, Bögen und Spezialfähigkeiten on the fly wechseln könnt. Einmal halten die Taste, die Zeit bleibt stehen und die Auswahl kann getätigt werden. Und euer Shiekah-Stein dient nicht nur als Karte, sondern stellt diverse Module zur Verfügung. Mit dem Bombenmodul könnt ihr immer wieder Bomben herbeizaubern und per L-Taste explodieren lassen. Neu hingegen sind das Magnet-, Stasis- und das Cryomodul. Diese findet ihr das erste Mal in den Minidungeons von Breath of the Wild, den sogenannten Schreinen, von denen es viele gibt, und damit man keinen verpasst, enthält eure Karte eine Art Sonar für die Schreine. Jeder dieser Schreine birgt sehr kleine aber feine Puzzleeinlagen, in denen das Shiekah-Modul zum tragen kommt. So gibt es beispielsweise eine Metallplatte, die per Magnetmodul an die richtige Stelle platziert werden muss, um als Brücke dienen zu können. Das Stasismodul legt ein Objekt kurzzeitig in Ketten und in dieser Zeit kann auf das Objekt eingeschlagen werden, um Energie zu sammeln. Ist die Stasis vorbei, prischt das Objekt in die Pfeilrichtung davon.

Ich finde die Geschicklichkeitspassagen, die mit der Bewegungssteuerung durchgeführt werden müssen, ganz nett, erweisen sich aber als etwas fummelig. Einmal musste ich eine Art Golfschläger schwingen, war allerdings im Tabletmodus unterwegs, was irgendwie überhaupt nicht gut funktioniert hat. Viele der Rätsel sind für den Hunger zwischendurch, aber bei manchen musste ich tatsächlich stark grübeln, wie man sie lösen könnte. Ab und an findet man sogar einen kleinen Wächter als Endgegner, die sich in Schwierigkeitsgraden unterscheiden. Die Prüfung der Hylia Götter bleibt natürlich nicht umsonst, denn zur Belohnung winkt ein "Zeichen der Bewährung". Besitzt ihr vier solcher Auszeichnungen, könnt ihr eine heilige Statue aufsuchen und entweder einen Herzcontainer oder einen Ausdauerbalken dafür erhalten. Somit sind die Shiekah-Prüfungen äußerst lukrativ für den Ausbau von Herzen und Ausdauer.

Sobald ein Turm oder ein Schrein aktiviert wurde, dient er als Teleporter und ihr könnt von der Karte aus zu jedem dieser Punkte teleportieren, was viel Zeit spart. Außerdem erlaubt The Legend of Zelda auch zu hoch zu Ross zu reiten! In ganz Hyrule sind Ställe verteilt, die nicht nur für die Pferde-Organisation zuständig sind, sondern auch wie eine Art Hotel mit Besuchern fungieren, die hier und da auch mal eine Nebenquest für euch parat haben. Aber zurück zu den Pferden, denn die gibt es im Stall nicht einfach so, ihr müsst euch erst selbst eins besorgen.

In Stallnähe gibt es genug Wildpferde, denen ihr euch am besten schleichend nähert. Dann müssen sie noch gezähmt werden - und bei wilden Pferden ist es gar nicht so einfach auf deren Rücken zu bleiben. Habt ihr jedoch mal eins gefangen, könnt ihr es im Stall registrieren lassen, einen Namen vergeben und an jedem Stall nach dem Pferd verlangen. Ist es in eurer Nähe, kann es mit Pfeil-Unten-Taste hergepfiffen werden und begleitet euch durch dick und dünn. Aber Achtung: Auch Pferde können im Spiel das Zeitliche segnen.

Vorbereitung ist die halbe Miete
Egal, was ihr in Breath of the Wild angeht, es fühlt sich einfach super an, wenn man vorbereitet ist. Schaut, dass immer genug Essen im Rucksack ist, füllt eure Herzen regelmäßig auf und versucht Klamotten in unterschiedlichen Variationen zu ergattern. Link besitzt nicht nur eine Robe, sondern es gibt jede Menge Abwechslung für Kopf, Körper und Beine zu finden. Manches verschafft euch einen Vorteil beim Klettern, anderes macht resistenter gegen Feuer oder Eis, und wieder anderes sieht einfach nur hübsch aus. Link als Ritter? Link als Ninja? Alles ist möglich und kann praktisch beliebig kombiniert werden. Darum: Wechselt je nach Situation eure Kleidung! Das ist zwar oft nervig, aber es hilft. Übrigens: Ihr solltet stets genug Materialien in der Welt sammeln und diese zusammen mit der Kleidung zu den Feen bringen, sofern man weiss, wo sie sich aufhalten - wer weiss, wozu das gut ist!?

Doch auch, wenn ihr vorbereitet seid, gibt es dennoch Situationen die euch überwältigen oder vielleicht sogar helfen können. Achtet auf eure Umgebung und analysiert diese ganz genau. Ich hatte zum Beispiel zu Beginn sehr wenig Pfeile. Wenn ihr von Angreifern mit Pfeil und Bogen nicht getroffen werdet, liegen die verschossenen Pfeile irgendwo herum - zum Aufsammeln. Wer Rubine besitzt, kann sich auch Pfeile bei Händlern kaufen. Man kann aber auch anders agieren, sich Waffen sparen und Steine von oben herab auf Gegner rollen lassen, mit dem Magnetmodul Kisten auf Gegner fallen lassen oder einfach Fässer zum explodieren bringen.

Eine ganz fiese und schwierige, jedoch sehr effektive Taktik sind Gewitter! Breath of the Wild besitzt nicht nur Tag- und Nachtwechsel, sondern auch unterschiedliche Wetterverhältnisse. Wenn es ein starkes Gewitter gibt, sollte man am nicht mit Metallgegenständen ausgerüstet sein, denn die sind häufiges Ziel von Blitzeinschlägen. Aber ein ausgefuchster Link nutzt dies zum Vorteil und wirft beispielsweise ein Schwert im richtigen Moment in eine Gegnermenge, damit der Blitz direkt dort einschlägt. Kurz: Der Kreativität sind fast keine Grenzen gesetzt.

Ich bin auch jedes Mal überrascht, wie dynamisch die Welt ist und nach jedem Meter den man zurücklegt, hat man das Gefühl, etwas neues zu entdecken oder verspürt die Angst, etwas verpasst zu haben. Ganz besonders gut versteckt sind die Korok-Waldgeister, kleine Pflanzenwesen, die man finden muss, damit sie Link Koroksamen herschenken. Ganze 900 Stück gibt es in der Welt zu finden und ich habe nach 50 Stunden Spielzeit nicht einmal 50 gefunden.

Kommt euch irgendetwas komisch vor in der Welt vor? In einer Reihe von Äpfeln fehlt einer, ein Windrad steht mitten im Wald, Steine haben seltsame Formen, oder oder oder... Dann steckt sicherlich ein Korok dahinter. Alles genau zu untersuchen, ist also immer eine gute Idee!

Zelda wer?
Zeldas Stimme weist euch natürlich immer mal wieder den Weg und wenn ihr wissen wollt, was vor 100 Jahren passiert ist, müsst ihr nach den Erinnerungen Ausschau halten, die sehr coole und fantastisch in Szene gesetzte Zwischensequenzen zeigen. Doch Zelda ist nicht die Einzige, mit der ihr in Kontakt tretet, denn natürlich gibt es neben altbekannten Völker wie den Zoras oder den Goronen auch ein neues Vogelvolk. Und wie es sich gehört, besitzt jedes dieser Völker sein eigenes Gebiet in Hyrule - und, wer hätte es gedacht, auch einen Dungeon den ihr meistern müsst, um besser für den Kampf gegen Ganon gewappnet zu, aber das müsst ihr selbst herausfinden!

In den verschiedenen Dörfern sind zudem auch die Nebencharaktere, die für die Story wichtig sind, typisch NIntendo. Überdreht, witzig und mit einigen Running Gags. Viele der Charaktere bringen euch auch Boni, so ist es nie verkehrt, jeden anzusprechen und auf die roten Ausrufezeichen zu achten. Dennoch: Manche damit verbundenen Nebenquests finde ich nervig, da ich "Sammel mir 10 Irgendwasse!"-Quests einfach nicht mehr mag, wiederum andere Quests mag ich sehr gern.

Hau den Lukas
Von den kleinen Horden an Boklobins, bis riesigen Hinox-Hauern, Wasser-Oktoroks, Schleimwesen oder Fledermäusen ist alles dabei. Während kleinere Gegner noch einfach zu beseitigen sind, können sie Anzahl oder Größe schon schwieriger zu besiegen sein. Aber selbst der kleinste Gegner kann überraschend schnell das Game Over auf den Bildschirm knallen, denn ich bin noch nie so oft gestorben, wie in diesem Zelda-Spiel. Am Anfang dürfte das natürlich noch auf die Eingewöhnung mit der Steuerung und die magere Waffenausrüstung und Herzcontaineranzahl zurückzuführen zu sein. Dennoch gibt es auch später ziemlich harte Brocken auf Wald und Flur. Die Dungeon-Gegner allerdings hätte ich mir schon eine Spur schwerer gewünscht.

Die KI der der Monster ist wirklich gut, was aber auch am Design des Spiels liegt. Bokblins sind so gut wie nie allein unterwegs. Sie hocken gemütlich am Feuer, lachen über irgendwas, halten tagsüber auf Wachtürmen in jede Richtung Ausschau, aber das sind halt auch nur die Fußvolk-Monster. Und sie müssen auch mal schlafen. Und wenn es Nacht wird, kann man die Horde mit einem Überraschungsangriff überrumpeln. Oft haben sie auch ihre Waffen an Holzstämmen angelehnt und sobald sie euch entdecken, schlägt einer Alarm und alle rennen zu den Waffen. Wenn ihr diese zum Spaß vorher einsammelt, schauen sie erst doof drein, aber fangen dann an, mit Steinen nach euch zu werfen. Da musste ich wirklich lachen... ...bis dann ein Stein auf meinem Kopf landete. Oftmals beschützen diese Gruppe eine Schatzkiste, die nach erfolgreicher Bekämpfung geöffnet werden kann.

Ein Fest für die Augen
Man kann es nicht anders sagen, aber Breath of the Wild sieht verdammt gut aus! Die Weitsicht ist beachtlich, die Pflanzenwelt wirkt lebendig und wenn ihr in die Welt eintaucht, glaub man die Tannenbäume zu riechen und das Gras an den Füßen spüren. Sobald Link in eine kältere Gegend kommt, fängt er an zu zittern, sein Atem wird sichtbar und die Herzen schwinden. Dabei wird es einem selbst kalt und die Rumble Funktion hilft dabei noch mit.

Allgemein ist die Grafik extrem scharf, bietet kräftige Farben und viel Liebe zum Detail. Überall bewegt sich etwas, Schmetterlinge fliegen, Libellen schwirren umher und die Wettereffekte sind bombastisch. Wenn es leicht regnet und die Wände glitschig werden, habt ihr keinen Halt mehr beim Hochklettern. Gewitter färben alles grau, es stürmt und die Luft knistert. Die Charaktere sind sowohl in den Videosequenzen, als auch im Spiel fantastisch in Szene gesetzt. Keiner wirkt irgendwie platt oder uninteressant, was auch für die Tierwelt gilt.

Allerdings bleibt trotz fantastischer Optik hier und da ein fader Beigeschmack. Der malerische Grafikstil hilft über die etwas verwaschenen Texturen an ein paar Stellen hinweg und darum fällt das nicht weiter ins Gewicht. Auffälliger dagegen sind die aufpoppenden Elemente in der Ferne und die Framerate-Drops. Läuft man durch hohes Gras und achtet auf die Bewegungen, sind leichte Ruckler erkennbar. Komischerweise ist das nur im Docked-Modus, also auf dem TV-Gerät zu beobachten, was wohl an der Hochskalierung der 720p-Auflösung auf Full HD liegen könnte. Spielt man das Spiel nämlich im Handheld Modus, gibt es diese Rickler nicht.

Aber ich muss auch deutlich sagen: Diese Fehler haben mein Spielerlebnis in keinster Weise beeinträchtigt. Ich tauche so tief in diese Welt ein, dass diese Dinge wie ein feiner Hauch Gerudowüstensand, der meine Wange streift, ist: Man bemerkt es einfach nicht, weil alles andere so großrtig ist! Dennoch muss klar gesagt werden, dass es einfach technische Schwierigkeiten mit Breath of the Wild gibt, die eventuell in einem zukünftigen Patch gefixt werden könnten.

Ein fest für die Ohren
Etwas ungewöhnlich gestaltet sich die musikalische Untermalung. Es gibt keinen durchgehenden Soundtrack, sondern situationsabhängige Musikeinlagen. Es gibt immer wieder kleine Flötenmelodien, die zum Beispiel in einer 5er-Phrase ganz leise ins Geschehen düdelt. Sobald ein Gegnerkampf eingeleitet wird, entfaltet sich bedrohliche, laute Musik. Ist der Kampf vorbei, wird die Musik dynamisch ausgeblendet. Das funktioniert überraschend gut, auch wenn man anfangs denkt "Hm, ich höre ja gar keine Musik". Doch die Tierwelt gibt genug Geräusche von sich und sorgt für ein tolles Ambiente. Man sollte so wenig wie möglich leise oder ohne Ton spielen, da sonst das besondere Feeling ausbleibt.

Das es endlich Voice Acting gibt, ist schon lange überfällig, auch wenn Link immer noch ein stummer Geselle ist und nichts weiter als und "Hmmm", "Heyyyy", "Haaaa" von sich gibt, trägt die Synchronsprecherleistung für die übrigen Charaktere extrem viel zur Atmosphäre des Spiels bei - die übrigens auch deshalb weitaus erwachsener wirkt, als bei bisherigen Zelda-Titeln.

Breath of the Wild nutzt die amiibo Funktionen auf verschiedenste Weise. So geben alle nicht Zelda-amiibos zufällige Materialien: Links Wolfamiibo dient als treuer Gefährte, der diverse Gegestände erschnüffeln, aber auch kämpfen kann. Ausgelöst werden die amiibo per Shiekah-Modul. Ein netter Effekt, die Funktion auf diese Weise ins Spiel zu integrieren.

FAZIT
Als der finale Zelda-Trailer erschien, hatte ich Pipi in den Augen - so viel Vorfreude hat er in mir ausgelöst! Und das finale Spiel? WOW! Einfach nur WOW! Wer sich auch nur ein wenig für die Zelda-Reihe begeistern kann, muss dieses Spiel haben. Nintendo hat das klassische Konzept hergenommen und von Grund auf überarbetet. Link in ein Open-World-Szenario mit den typischen Zelda-Elementen zu packen, ist eine bombastische Kombination, die dem ganzen einen ganz neuen Anstrich verleiht. Denn selbst nach über 60 Stunden Spielzeit hat man immer noch das Gefühl, erst ganz am Anfang zu sein und noch mehr sehen zu wollen.

Mit anderen Worten: The Legend of Zelda: Breath of the Wild ist definitiv eine Revolution des Franchises!

DStroke *, 22.916 Zeichen, veröffentlicht am 29.03.2017 •
Singleplayer: 98%

Für die Bereitstellung des Testmusters bedanke ich mich bei Nintendo of Europe
Der Text und dessen beinhaltende Bewertung für dieses Produkt sind nicht stellvertretend repräsentativ für die Redaktion von "Eyes on Nintendo", sondern einzig repräsentativ für die Meinung des/der Verfassers/Verfasserin!

Die "Spielspaß in Prozent"-Wertung resultiert nicht aus einer mathematischen Gleichung heraus, sondern sie steht einzig für den subjektiv empfundenen "Spaß beim Spielen" des/der Verfassers/Verfasserin (sofern nicht anders im Reviewtext erwähnt) und ist darüberhinaus auch als eine ungefähre Vergleichsmöglichkeit zu anderen Spielen zu verstehen.
Singleplayer: 94,60%
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Switch Joy-Con Grip Switch Pro Controller Switch Tablet Mode Switch Television Mode amiibo Kann außerdem auch über den Nintendo eShop heruntergeladen werden Freigegeben ab 12 Jahren gemäß § 14 JuSchG
Releasedate: 03.03.2017, Preis: 69,99€, 1 Spieler/in, Besitzt nur ein Spielstand

Bilder

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Kommentare

Lex
Lex
Registriert:
11.11.2015, 05:29:24
Kommentar #1 vom 30.03.2017, 13:26:53 Uhr
Das Spiel ist wirklich Hammer gut.
Wo ich denn Trailer von Zelda Botw sah, habe ich Gänsehaut bekommen und das ist mir noch nie bei einem Trailer passiert.
Das Spiel ist wirklich unbeschreiblich gut. Die große offene Welt, Voiceacting (endlich), die Gemälde Grafik sieht super aus und das beinahe unendliche erkunden. Auch der Schwierigkeitsgrad wurde endlich mal angehoben und das Spiel war an manchen stellen echt Herausfordernd (echt super).

Nichts desto trotz das es so ein Meisterwerk geworden ist, hat es auch seine Schwächen.

1. Die FPS gehen manchmal wirklich in denn Keller und das Spiel laggt an manchen stellen schon sehr stark. Auf sowas achte ich normalerweise überhaupt nicht, aber hier ist es echt spürbar. Zwei mal im Spiel hatte ich sogar so ne Stelle wo das Spiel komplett (für ca. 3sec) eingefroren war. Ist zwar jetzt nichts dramatisches aber ist man von Nintendo einfach nicht gewohnt. Ich vermute mal das es am Port der WiiU lag (?), was auf die schnelle getan werde musste.

2 Das Spiel ist wie schon erwähnt ein WiiU Port und hätte eigentlich längst auf der WiiU erscheinen sollen und nicht erst im Jahre 2017 für eine neue Konsole (Switch). Auch wenn es trotzdem noch für die WiiU erschienen ist. Dafür sollte das Spiel natürlich keine Abzüge erhalten, ist aber trotzdem ärgerlich.

3. Bei der WiiU wurden durch denn Port wichtige Features weggelassen. Wie die Karte auf dem gamepad, was doch sehr praktisch hätte sein können. Auch die Switch Version hat die HD rumble Funktion nicht erhalten. Das im Spiel, gute und einzigartige Erfahrung hervor bringen hätte können. Ob in der Kälte die Hände gefrieren (nicht Wort wörtlich) oder in denn Shikah Schreinen so rätseln wie kugeln spüren oder sonst was. Da steckt doch so viel Potential.

4. Die Ladezeiten wenn man sich zum einen Ort teleportiert oder ein Schrein betritt/verlässt löst immer lange Ladezeiten aus. Sowas kommt sehr oft im Spiel vor und somit schon etwas störend und nervig.

5.Das beste an Zelda waren immer die grandiosen Dungeon. Man freute sich, wenn man eine Dungeon betreten hat, man freute sich auf die Große Kiste mit dem einzigartigen Gegenstand, man freute sich auf die Zwischen Bosse, und noch mehr auf denn Boss vom Ende der Dungeon.
Wären die Dungeons noch zuzüglich in BotW dabei (ca. 8-12) wie in denn alten Zelda, wäre das Spiel beinahe perfekt.

6.Ein kleiner Kritikpunkt aber doch ist es nun mal einer. Die Waffen gehen einfach zu Schnell kaputt. Da freut man sich wenn man mal eine epische Waffe gefunden hat und dann ist die Freude innerhalb von 10-20 Gegner wieder gestillt, weil die Waffe am ar*** geht. Schon muss man sich wieder neue Waffen suchen. Wünschenswert wäre noch das man das Master Schwert noch etwas Skillen könnte, wie in Link to the Past oder Link Between Worlds (aber schon ok). Auch diese kurz Videos wenn man eine besondere Truhe öffnet und Link es in die Luft hält (mit dieser tollen Melodie), habe ich etwas vermisst.

7. Mein größter Kritikpunkt. Das Ende vom Game! Ich war wirklich enttäuscht von dem Ende. Noch nie war das Ende so schlecht bei einem Zelda wie in diesem Teil.
Ich drücke mich bestimmt falsch aus, somit sag ich nur: ich habe mehr erwartet, VIEL MEHR bei so einem grandiosen Game!

So das waren auch schon meine Kritikpunkte und das Spiel verdient 5/5 Punkten, auch verdient es 10/10 Punkten. Aber "nur" 94/100 Punkten von mir, auch wenn es eins der besten Zelda Spiele aller Zeiten ist. Ich hoffe, dass die DLC Pakete die noch erscheinen sollen, ein würdiges Ende diesem grandiosen Zelda Game beschert (zweifle leider daran), und vielleicht noch tolle Dungeons wie in denn alten Zelda teilen (hoffentlich).
miscrtnone
miscrtnone
Registriert:
06.11.2016, 17:19:08
Kommentar #2 vom 30.03.2017, 15:48:01 Uhr
Ich habe dem Spiel sehr gute 88% geben. Neben dem ganzen Positiven, insbesondere der genialen Physikimplementierung, gibt es auch einige Dinge die stören. Zum einen hat das Spiele die bekannte technischen Probleme und schafft es nicht die angepeilten 30 Frames zu halten im Docked-Modus. Zum anderen ist das Ende nicht wirklich gelungen. Die Titanenquest haben eine abstruse Belohnung, denn sie schwächen den letzten Boss vollkommen unnötig und nehmen einem damit einen Teil Kampfes einfach weg. Ist der finale Boss besiegt, so fällt ein wichtiger Motivator weg, um weitere Schreine zu suchen und Link stärker zu machen. Ich habe das Spiel mit 15% Gesamterkundung erstmal abgeschlossen und hatte danach nicht mehr viel Lust, die restlichen Schreine zu suchen, weil... wofür denn??? Es gibt keine stärkeren Gegner wofür sich das weitere aufrüsten durch die Schreinbelohnung lohnt. Andere Spiele, selbst uralte, wie Final Fantasy VII, nutzen stärkere Gegner als den finalen Boss um den Spieler zu weiteren Erkundung und Aufrüstung nach dem eigentlich Storyende zu motivieren. Xenoblade Chronicles X macht es ähnlich. Auch das Waffensystem, bei dem Waffen als "Consumables" eingesetzt werden hat Schwächen. Warum soll ich mich über eine dickes Schwert, Axt etc. großartig freuen, wenn es A keine Gegner gibt, die man nur damit schafft und B sie auch noch so schnell zerbricht, dass ich sie am liebsten gar nicht einsetze. Natürlich wird man dadurch gezwungen verschieden Waffen zu benutzen, aber zu welchem Preis? Kein wunder dass die Einwohner von Hyrule ständig ein Ganon-Problem haben, wenn sie ihre Waffen scheinbar aus Pappe und Heißkleber herstellen ;-)
Das größte Manko finde ich allerdings den Schwierigkeitsgrad, während es am Anfang durchaus noch fordernd schwierig ist, so wird es im späteren Verlauf lächerlich einfach. Das liegt auch an dem viel zu mächtigen Kochen, denn mit seinen Gerichten kann sich Link nahezu immer wieder voll (und sogar darüber hinaus) heilen und er kann viel zu viel davon tragen und die Zutaten sind sehr einfach zu beschaffen.
Tarik
Tarik
Registriert:
08.02.2011, 04:37:16
Kommentar #3 vom 03.04.2017, 12:54:59 Uhr
Endlich ist der Test am Start. Ich habe wirklich jeden Tag die Seite aufgesucht und zu den Rezensionen gescrollt.
Und wie erwartet, gefällt mir euer Test bedeutend besser, als die (merklich unter Zeitdruck entstandenen) Tests der Konkurrenz wie ntower und Co.
Gute Arbeit, DStroke, auch wenn ich als Gramma-Nazi gern noch mal Editier-Rechte hätte, um einiges auszumerzen. :P

Zum Spiel und warum ich geradezu lächerliche 99 % gegeben habe:
Vorneweg sei gesagt, dass ich berücksichtige, dass das Spiel nun mal auf der Wii U (denn darauf spiele ich es) umgesetzt wurde und nicht auf einer PS4 Pro oder einem 2000 € PC, ergo verzeihe ich angesichts dieser riesen Spielwelt sowohl die Framerate-Drops als auch die teils matschigen Texturen. Im Gegenteil, ich verneige mich sogar tief vor Nintendo, auf der Wii U überhaupt solch ein Spiel umgesetzt zu haben. Wir sind am Ende des Lebenszyklus der Konsole, d.h. der gesamte Spielekatalog ist mehr oder weniger released und wir haben einen guten Eindruck davon bekommen, zu was die Konsole leistungstechnisch im Stande war.
Klar, Nintendo holt natürlich immer mehr aus der Konsole heraus als Dritthersteller, aber wer z. B. die wirklich unspielbare Ruckelorgie bei Disney Infinity 3.0 gesehen hat, muss einfach nur staunen, wie ein Spiel, das so viele Objekte gepaart mit der Physikengine in dieser Weitsicht darstellt, so gut ausschauen kann und dabei so gut spielbar ist, denn trotz Einbrüchen in der Framerate war es bis jetzt nie wirklich störend oder gar unspielbar für mich und das meine ich ganz objektiv und nicht etwa durch die Rosa-Brille, derer ich mich bei Zeldaspielen durchaus bekenne.

Nach diesem Vorwort möchte ich erstmal die Negativaspekte ansprechen:
• Verschleiß: Das ist der wirklich größte (und auch einzig nennenswerte) Kritikpunkt, den ich von der 100 %-Wertung abgezogen habe, denn es nervt tierisch. Eigentlich ist dazu schon eine Menge hier gesagt worden. Ich verstehe ja auch, was Nintendo diesbezüglich vorhatte. Man soll viele Waffen in vielen Situationen nutzen, man soll taktisch vorgehen, man soll sich immer eine Platte machen, wie man wieder an Waffen kommt (ein Lager schleichend überfallen und eine Waffe stehlen etc.) und das ist auch wirklich alles schön und gut. Aber dass wirklich jede (!) Waffe, jeder Schild und sogar jeder Bogen (!) nicht nur irgendwann zerbricht, sondern auch noch verdammt schnell, ist wirklich unfassbar nervig. Auch dass der Schild beim Surfen abnutzt, nervt - so realistisch es auch sein mag. Das nimmt einem den ganzen Spaß am Surfen.
Wenn Nintendo nur ein ganz kleines bisschen an den Schrauben gedreht hätte, wäre das nicht so arg ins Gewicht gefallen.
Mir fallen auf Anhieb drei mögliche Korrekturen ein:
-» Waffen halten weitaus länger (Bögen unendlich - wenigstens jene aus Metall, Metallschilde halten ggf. auch unendlich)
-» kaputte Waffen landen in einem extra Inventar-Reiter (sind also nicht benutzbar, aber noch im Inventar) und lassen sich halt reparieren, was den Rohstoffsammeltrieb noch weiter erhöht
-» man bekommt für irgendwas (z. B. das Sammeln der Krog-Samen) irgendwann spät im Spiel eine Fähigkeit, die bewirkt, dass alle Waffen, die zerbrechen, nach einigen Minuten wieder heil im Inventar landen

• Rezepte schnell kochen:
Das Kochen ist ansich ein feiner Aspekt und macht auch oft Spaß. Dennoch sollte es einerseits Funktionen geben, z. B. alle 100 Äpfel, die man dabei hat, einzeln (!) an einer Kochstelle in Bratäpfel zu verwandeln. Das hat vor allem am Anfang mit wenigen Herzen genervt, wo ein einziger Röstapfel viel wert war, es aber Verschwundung war, 5 auf einmal zu verarbeiten.
Man sollte definitiv ein Rezeptbuch haben, in dem alle bisher bereits entdeckten Rezepte aufgeführt sind. Steht man neben einer Kochstelle, kann man Rezepte daraus wählen und direkt kochen, sogar mehrere auf einmal (was gleichzeitig auch eine Lösung für mein Bratapfelproblem wäre). Rezepte, für die man nicht alle Zutaten dabei hat, sind logischerweise ausgegraut.
Man wählt ein Rezept und stellt dann die gewünschte Anzahl ein, wie oft man es kochen möchte. Die Anzahl lässt sich natürlich nur so weit erhöhen, wie Zutaten im Inventar sind.

• Kleidung wechseln:
Niemals zuvor hat es in einem Zelda-Spiel so viel Sinn gemacht, das Outfit zu wechseln und obwohl ich erst dachte, es sei nervig, macht es doch etwas Spaß. Dennoch - auch wenn es nur eine Kleinigkeit für den faulen Sack in mir ist - stößt es sauer auf, immer alle 3 Teile einzeln wechseln zu müssen. Es ist zwar schön, dass ich so Teile verschiedener Outfits kombinieren kann, aber meistens (!) schlüpft man doch komplett in ein Outfit, da man es in einer bestimmten Region am ehesten braucht.
Darum wäre es schön, wenn entweder komplette Outfits automatisch vom Spiel erkannt und in einer ersten Zeile ganz oben im Outfit-Reiter gelistet werden, sodass mit "einem Klick" z. B. die komplette Ocarina of Time-Rüstung (bekommt man durch Amiibo) angelegt wird - selbstredend jedes Teil in der stärksten Ausbaustufe, falls man Teile doppelt im Inventar hat. Oder alternativ eben, dass man selbst Outfits zusammenfasst/-stellt und als "Favoriten" abspeichert, die dann eben in einer ersten Zeile oben abgelegt sind.
So kann ich dann auch ganz schnell die Ocarina of Time-Rüstung anziehen, aber danach noch schnell das Gewand gegen das Reckengewand austauschen, wie es mir beliebt.

• Schwierigkeitsgrad ist zu leicht:
Wurde auch schon mehrmals gesagt. Ab einem gewissen Punkt ist man zu stark und hat mit ausgebauten Rüstungen eine zu hohe Abwehr. Das ist eigentlich toll, da man danach strebt, stärker zu werden und es einen auch befriedigt, aber es sollte fürs "Endgame" eben noch Gegner geben, die einem trotzdem gefährlich werden können. Ich hoffe, die DLCs bringen hier Abhilfe. Selbst die gefürchteten Leunen (englisch Lynel) sind am Ende des Spiels ein Witz, vor allem wenn man den Dreh mit dem aktiven Blocken gut raus hat. Nicht umsonst gibt es unzählige Videos, wo Leute sie mit Leichtigkeit besiegen, teilweise sogar nur dadurch, sie mit eime Stein tot zu prügeln und dann noch Selfies mit ihnen machen. Also entweder sollte noch eine stärkere Leunenart eingeführt werden oder so etwas Ähnliches wie die Schattenhöhle bei Twilight Princess HD, wo man in einer Art Survival-Minigame immer weitere Stages überleben muss.

• zu wenig Inventarplätze:
Ich will nicht spoilern, aber egal was mir manche, die das Spiel ebenfalls schon durch haben, darauf sagen: Es sind trotzdem zu wenig.

Warum trotzdem 99 %? Nun, alles außer dem Waffenverschleiß, der mich wirklich nervt, ist alles was ich aufzählte, eher "nice to have". Von daher nicht wirklich eine Wertungsabstufung. Dem gegenüber steht die Tatsache, dass ich seit Prince of Persia 2 für DOS damals mit keinem Spiel mehr so viel Spaß hatte. Kein anderes Spiel hat es in der Vergangenheit in mir ausgelöst, dass ich wirklich jede freie Sekunde darin verbringen möchte und nicht mal kurz zur Abwechslung etwas anderes spielen "muss".
Ich sah die Trailer, ich wusste durch Treehouse was von der Spielmechanik grob so alles möglich ist und bekam einen Grundeindruck davon, wie groß die Welt ist aber Pustekuchen: Das fertige Spiel hat diese Erwartungen wirklich bei Weitem übertroffen. Das liegt nicht nur an der riesigen stimmungsvollen Welt, sondern vor allem an wirklich unendlich vielen kleinen Details. Man merkt wirklich, dass hier etliche Mitarbeiter Jahre lang dran saßen. Es gibt wirklich überall was zu entdecken. Die Schreine sind teilweise in bester Portal-Manier designet. Die Nebenquests machen Spaß. Die Tasten sind optimal belegt, einfach alles ist rundum gelungen. Ich bete für ein Breath of the Wild 2 irgendwann bzw. hoffe, dass sie jetzt bei diesem Schema bleiben und bestenfalls noch meine Verbesserungsvorschläge von oben übernehmen. Es ist, als hätten sie ein völlig neues Franchise geschaffen, ohne den Zelda-Geist zu verlieren. Ein unfassbares Spiel - womöglich das beste, das ich je spielte - und ein MUSS für jeden Videospielfan.

Egal, wer welches Genre mag, Breath of the Wild sollte JEDER einmal im Leben gespielt haben.
Tarik
Tarik
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Kommentar #4 vom 04.04.2017, 15:03:37 Uhr
Übrigens, mit dem Programm "HID to VPAD" kann man es auf der Wii U mit nahezu jedem erdenklichen Controller genießen, egal ob GameCube-, Xbox (One (S))-, Dual Shock-, Wii U Pro- oder sogar Switch-Controller. :)
DStroke *
DStroke
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Kommentar #5 vom 04.04.2017, 15:25:09 Uhr
Zitat von Lex:
1. Die FPS gehen manchmal wirklich in denn Keller und das Spiel laggt an manchen stellen schon sehr stark...

Ja da hatte ich vor kurzem ein ähnliches Beispiel und dachte nur "holy moly das war aber mehr als nur ein kleiner Ruckler" und das sowohl Docked als auch Mobil. Andere Leute hatten widerum keine solche Probleme. Der Rest ist aber relativ überschaubar.

Zitat von Lex:
4. Die Ladezeiten wenn man sich zum einen Ort teleportiert oder ein Schrein betritt/verlässt löst immer lange Ladezeiten aus. Sowas kommt sehr oft im Spiel vor und somit schon etwas störend und nervig.

Das ist mir auch vor kurzem bewusst geworden, manmal mehr manchmal weniger auffällig, aber für eine DownloadVersion ist das schon recht viel.

Zitat von miscrtnone:
Das größte Manko finde ich allerdings den Schwierigkeitsgrad, während es am Anfang durchaus noch fordernd schwierig ist, so wird es im späteren Verlauf lächerlich einfach. Das liegt auch an dem viel zu mächtigen Kochen, denn mit seinen Gerichten kann sich Link nahezu immer wieder voll (und sogar darüber hinaus) heilen und er kann viel zu viel davon tragen und die Zutaten sind sehr einfach zu beschaffen.

Ich habe irgendwie kaum Tränke benutzt um mich zu stärken oder sonst was, ich hab da eher versucht OldSchool ohne Boost zu Kämpfen und da ist es nicht immer ganz so einfach. Aber das mag sein, dass man gegen Ende weniger Auswand betreiben muss , um die Gegner zu beseitigen. Ich habe auch stärkere Titanen Gegner erwartet aber nur gut. Das DLC soll ja einen höheren Schwierigkeitsgrad bringen ;)

Zitat von Tarik:
Endlich ist der Test am Start. Ich habe wirklich jeden Tag die Seite aufgesucht und zu den Rezensionen gescrollt.
Und wie erwartet, gefällt mir euer Test bedeutend besser, als die (merklich unter Zeitdruck entstandenen) Tests der Konkurrenz wie ntower und Co.
Gute Arbeit, DStroke, auch wenn ich als Gramma-Nazi gern noch mal Editier-Rechte hätte, um einiges auszumerzen. :P

Haha Danke freue mich über das Lob. Ich hätte auch noch gerne viel viel mehr geschrieben, aber ich finde bei Breath of the Wild sollte nicht zu viel verraten werden, weil es doch alles vom eigenen Erkunden und Entdecken abhängt. Ja es schleicht sich doch als immer wieder der Fehlerteufel rein, vor allem weil ich ein "Flow Schreiber" bin! Wenn die Ideen und Eindrücke in meinen Kopf sprudeln, sprudel ich sie auf digitales Papier zurück ;)

Zitat von Tarik:
Verschleiß: Das ist der wirklich größte (und auch einzig nennenswerte) Kritikpunkt, den ich von der 100 %-Wertung abgezogen habe, denn es nervt tierisch...

Ich fand es auch extrem nervig zu Beginn, aber mit den Korok Samen und Erweiterten Plätzen hatte ich immer genug dabei und konnte so mein Management besser aufbauen. Aber oft hatte ich so ein Lieblingsschwert und auf einmal war es wieder weg. Die Idee mit den unterschiedlichen Härtestufen finde ich aber super, ja so hätte es sein können.

Zitat von Tarik:
Rezepte schnell kochen

Ja das habe ich glaube ich gar nicht so erwähnt, dass ein Kochbuch genial gewesen wäre. Ich habe immer die Rezepte an den Wänden abfotografiert, aber das hätte man besser machen können und schneller ja.
Crazy Canary
Crazy Canary
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20.07.2013, 18:59:54
Kommentar #6 vom 09.04.2017, 18:19:51 Uhr
So nun hab ich nach guten 155 Stunden auch Breath of the Wild vollkommen fertig gespielt. Und wie fand ich's? Zunächst einmal muss ich sagen - Breath of the Wild ist ein absolut grandioses Game. Mir hat besonders die absolute Freiheit, die man hat sobald man das Great Plateau verlässt. Welchen Titanen willst du zuerst machen? Sind dir Impa und Purah egal? Lass sie einfach weg! Sicherlich verpasst man dann einiges, aber man wollte es auch so! Ich persönlich hab erst alle Schreine und Nebenaufgaben gemacht, die ich zu dem Zeitpunkt machen konnte, bevor ich in die nächste Region aufbrach. Und diese Freiheit überträgt sich auch auf Kämpfe. Sicherlich verbratet man dann seine Waffen schneller, wenn man ständig damit kämpft und nicht strategisch an einen feindlichen Stützpunkt herangeht, weshalb ich das schnelle Zerbrechen von Waffen nicht unbedingt als Kritikpunkt ansehe.

Was ich jedoch als Kritikpunkt ansehe sind diese randomisierten Geschichten wie der Blutmond, der mal stellenweise und ohne Voraussage erscheinende Regen oder das Auftreten des Yiga-Clans. Blutmond? Sicher, einen Blutmond zu haben ist nur selten von Vorteil, doch das eine mal, wo ich ihn wirklich für eine Schrein-Aufgabe brauchte, tauchte er noch nach drei Stunden nicht auf! Den Regen, der wird einem meistens angesagt, aber wenn's dann plötzlich bei einer Klettertour zu regnen anfängt, ist das überhaupt nicht vorteilhaft, sondern das genaue Gegenteil. Sicher, das Game heißt Breath of the WILD und die Wildnis ist nunmal unberechenbar, aber ein wenig Spielerfreundlichkeit sollt's schon geben, z.B. in dem man die Chance auf Blutmond irgendwie erhöhen kann oder dass sich der Regen auf die Wetteraussage fixiert.

Auch fand ich die Bosskämpfe nicht wirklich ... besonders. Sicher ist es was besonderes, wenn man am Ende Ganon gegenübersteht, aber die Titanenbosse waren einfach nicht spezielles. Ich hab Ganon's Wasserfluch zuerst gemacht und stand ihm minutenlang gegenüber im Glauben, es wäre wie bei früheren Zelda's, wo der Boss nur an der Schwachstelle getroffen werden könnte. Nein, einfach Schlag auf Schlag und schon waren alle Flüche (bis auf Donnerfluch vielleicht) hinüber. Gar nichts besonderes, da hatten die Moldugas und dieser verfluchte Eisdrache Naydra noch mehr von einem Bosskampf! Apropos Bosskämpfe: Die Kämpfe gegen die Titanen fand ich absolut lächerlich. Da hat man schon so gigantische Titanen, die a la Shadow of the Colossus bekämpft werden müssen. Ne, schieß auf die Hufe, die Windturbinen, weich den fliegenden Mini-Wächtern aus, die selbst, wenn du entdeckt wirst, nur ein paar Herzen nehmen. Einzig Vah Ruta hatte was von einem Kampf! Ich bin mir bewusst, dass das ein sehr subjektiver Kritikpunkt ist, aber ich war schlichtweg enttäuscht wie unspektakulär viele dieser Bosskämpfe waren!

Wo ich gerade bei Bosskämpfen sind, muss ich den Mangel an Schwierigkeit gen Ende des Spieles aus meiner Sicht erklären: Ich sehe das gesamte Spiel als eine einzige riesige Vorbereitung auf dem Kampf mit Ganon. Man könnte ihn jederzeit angreifen, also finde ich es nur fair, denjenigen, die so viel Zeit in die Vorbereitung gesteckt haben, Schreine bewältigt, Krog-Samen gesammelt, Waffen gesammelt etc. haben, auch eine einfachere Zeit mit Ganon zu geben. Ich wäre stinkesauer, wenn ich mich so vorbereitet hab und dann am Ende Ganon noch nicht einfacher ist. Wie ich im Absatz drüber gesagt habe, hätte ich mir die Rückkehr des klassischen "Schieß auf den Schwachpunkt"-Kampfes erwünscht. Vielleicht wären die Bosse schwieriger gewesen, wenn man nicht einfach auf sie zurennen und eindreschen kann?
Dass das Masterschwert in den Dungeons doppelte Stärke annimmt, hätte man theoretisch auch rauslassen können, wurde aber vermutlich implementiert, um es irgendwie von den anderen Waffen abzuheben.
Aber alles in allem fand ich das Game nicht zu leicht, auch wenn ich Windfluch in einer Minute besiegt hab
und bei Ganon's finaler Form das einzige Hindernis darin bestand, in nichts hinein zu rennen
.

Weiter hätte ich mir doch ein wenig mehr Story gewünscht und zwar nicht nur mit Zelda und Link, sondern auch mit den Champions und den vier Völkern. Die Intermezzo mit den vier Völkern waren so kurzweilig, dass ich mir von all den Nicht-Champions nur Prinz Sidon hab merken können (er ist meine Lieblingsfigur im Spiel :knuddel:). Vielleicht häte man das durch Nebenaufgaben erweitern können? Auf jeden Fall sollte das optional sein, da man einen Großteil der Geschichte auch beiseite schieben kann. Ich finde, der Mangel an Story war es auch, der am Ende zu dem schwachen Schluss geführt hat. Schließlich bestand die Aufgabe darin, Ganon zu besiegen - und dann?

Abschließend muss ich noch von einem Bug berichten, der mich fast davon abgehalten hätte, einen Schrein zu betreten. In der Hügel-Region gibt es den Toh-Yassa-Schrein, der erst erscheint, wenn man vier Kugeln in die richtigen Mulden gelegt hat. Drei dieser Kugeln lagen auf Statuen, auf die man wegen des ständigen Regens nicht hat erklimmen können
(Revali's Gale hatte ich zu dem Zeitpunkt noch nicht)
. Da das Aufgabengebiet teilweise von steilen Bergen umgeben ist, dachte ich mir, man könnte von da aus reinsegeln und auf den Statuen landen. Konnte man auch. Doch als dann die drei Kugeln von den Statuen in ihren Mulden lagen, war die Kugel, die bereits bei ihrer Mulde lag und ich daher zuerst hineingelegt hatte, verschwunden und nirgendswo zusehen. Eine Google-Suche erklärte mir, dass es sich hierbei um einen bereits einige Male dokumentierten Glitch handelt, der sich gottseidank durch Speichern und Neuladen des Games beheben ließ.

Letztlich muss ich noch in meiner endlosen Schande gestehen - ich habe das Game nicht zu 100% fertig bekommen. Alle Hauptaufgaben, alle Erinnerungen, alle Schreine und alle 900 Krogs, ja selbst die in den Augen des Spieles unwichtigen Sachen wie alle Nebenaufgaben, alle Kleidungsstücke, alle drei Kilton-Medaillen, alle Hyrule-Handbuch-Einträge - alles gesammelt und geschafft - und doch nur 99,83% komplett! Zwei kleine Ortschaften fehlen mir! Ich hab Stunden verbracht, meine ingame-Karte mit der von Zeldadungeon (die übrigens sehr sehr hilfreich bei der Krog-Jagd war!) zu vergleichen. Nichts, es fehlt mir nichts und dennoch stehen dort nur 99,83%! Naja, jetzt hab's ich immerhin rausgelassen. Vielleicht find ich's irgendwann mal doch, aber vorerst bin ich erstmal ordentlich satt von Zelda!
Tarik
Tarik
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08.02.2011, 04:37:16
Kommentar #7 vom 10.04.2017, 10:19:10 Uhr
Zitat von Crazy Canary:
Abschließend muss ich noch von einem Bug berichten, der mich fast davon abgehalten hätte, einen Schrein zu betreten. In der Hügel-Region gibt es den Toh-Yassa-Schrein, der erst erscheint, wenn man vier Kugeln in die richtigen Mulden gelegt hat. Drei dieser Kugeln lagen auf Statuen, auf die man wegen des ständigen Regens nicht hat erklimmen können.

Kleiner Tipp:
Unerreichbare Kugeln mit Stasis einfrieren und mit Pfeilen anschießen, dann kugeln sie runter. ;)
Crazy Canary
Crazy Canary
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20.07.2013, 18:59:54
Kommentar #8 vom 10.04.2017, 10:56:43 Uhr
Ja, die Fähigkeit habe ich SEHR selten benutzt (und dessen Existenz sogar häufig ganz vergessen)! Aber das zeigt eben mal wieder, wie viele Möglichkeiten es gibt, irgendwas in BotW zu erledigen.:scham:
Link500 *
Link500
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03.06.2013, 20:37:13
Kommentar #9 vom 12.04.2017, 12:58:57 Uhr
Ich habe dem Spiel 97% gegeben, damit ist es knapp besser als Twilight Princess und gleichauf mit Ocarina of Time. In meinen über 125h Spielzeit ist es mir nie langweilig geworden, da kann sich so manches Spiel eine Scheibe von Abschneiden. Die Welt ist sehr groß und abwechslungsreich und fast überall gibt es was zu sehen.

Die 120 Schreine und die 4 Titanen sind ein guter Ersatz für die großen Dungons. Die Krogs, habe bis jetzt 444, sind zum Teil richtig gut versteckt, wobei manche Krogrätsel in einen Gebiet zu oft vor kommen. Die Story ist zwar recht kurz, dafür aber gut ins Bild gerückt.

Die Nebenaufgaben sind abwechslungsreich, auch wenn bringe mir 10 XY etwas weniger hätte sein können. Manche Nebenaufgaben sind richtig genial
z.B. die wo man ein neues Dorf aufbaut und am Ende wird noch geheiratet


Der Kampf gegen Ganon ist unterm Strich zu leicht, denn hätte ich mir vor allem am Schluss etwas härter gewünscht, so fehlte mir das Gefühl jetzt ein echten Brocken besiegt zu haben.

Leider ruckelt das Spiel abundzu, was den Spielspaß etwas mindert.

Mein Fazit lautet, jeder Wii U oder Switch Besitzer muss dieses Spiel gespielt haben und wer noch keine Wii U/Switch besitzt, für den ist es der beste Grund sich eine zu kaufen, denn Nintendo hat das Meisterwerk geschafft Zelda zu einem gigantischen Open Wold Spiel zu entwickeln und ein Spiel auf Augenhöhe mit Ocarina of Time zu entwickeln, ich kann die Veröffentlichung des DLC kaum noch erwarten, bis dahin wird bestimmt noch der ein oder andere Krog gefunden, auch wenn ich mich jetzt erstmal um andere Spiele kümmere.
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